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Kritik an Smart-Meter-Zwang

07.03.2016 | Energienachrichten

Nach den Plänen der Bundesregierung soll im Jahr 2020 mit dem Einbau intelligenter Stromzähler, sogenannter Smart Meter, in Privathaushalten begonnen werden. Ab einem jährlichen Stromverbrauch von 6.000 Kilowattstunden wären Haushalte zum Smart Metering verpflichtet, unterhalb dieser Grenze läge die Nutzung der neuen Technik im Ermessen des örtlichen Versorgers bzw. Netzbetreibers. Die baldige Einbaupflicht stößt inzwischen jedoch auf immer lauter werdende Kritik.

Neben der politischen Opposition kritisieren nicht zuletzt Umwelt- und Verbraucherverbände den geplanten Smart-Meter-Zwang und auch die betreffende Technologie an sich. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bezeichnete die neuen Messgeräte zuletzt als ineffizient und nicht verbraucherfreundlich. "Die Bundesregierung treibt die Digitalisierung des Stromnetzes voran, wo es nichts bringt und der Stromverbrauch der Digitalisierung höher ist als die Einsparungen beim Kunden", so Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND. Klaus Müller vom Bundesverband der Verbraucherzentralen sagt: "Smart Meter sind ein teures Spielzeug, die Vorteile für Verbraucher sind gering."

Aus dem Bundesministerium fü Wirtschaft und Energie heißt es hingegen, man werde mit Hilfe von Preisobergrenzen dafür sorgen, dass die Kosten den Nutzen des Smart Metering nicht übersteigen. Ein entsprechender Gesetzentwurf wird gegenwärtig in den zuständigen Parlamentsausschüssen beraten und soll noch vor der Sommerpause verabschiedet werden.

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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