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Solaranlagen rentieren sich auch in Herbst und Winter

20.10.2015
Solaranlagen rentieren sich auch in Herbst und Winter

Nicht nur im Sommer, sondern auch während der dunkleren und kälteren Jahreszeit, kann der Betrieb einer Solaranlage durchaus Sinn machen. Solarexperte Andreas Lange vom Energieunternehmen E.ON erklärt, warum Haushalte mt Sonnenstrom vom eigenen Dach auch kostensparend und umweltfreundlich durch Herbst und Winter kommen.

"Wenn es draußen kälter ist, arbeiten die Solarmodule manchmal sogar besser als im Sommer. So eine Anlage kann aus dem Sonnenlicht mehr rausholen, als wenn die Kollektoren sich zu stark erhitzen. Und von den Temperaturen mal abgesehen: die Materialien, die sind inzwischen so ausgereift, dass sie auch dann Strom erzeugen, wenn es mal trübe oder bewölkt ist", erklärt Lange. Am effektivsten könnten Nutzer ihre Solaranlage betreiben, wenn sie auf einen möglichst hohen Eigenverbrauch setzen würden. Dabei biete sich durchaus die Investition in einen Stromspeicher an. "Dadurch können Sie vorher erzeugte Sonnenenergie abends oder in der Nacht nutzen. Aber auch, wenn Sie keinen Speicher haben, verpufft der Sonnenstrom ja nicht. Verbrauchen Sie nicht alles, wird Ihr überschüssiger Strom ins Netz eingespeist und Sie bekommen dafür eine Vergütung ausbezahlt", so Andreas Lange.

Solarstromanlagen gebe es inzwischen schon für einen Anschaffungspreis von unter 5.000 Euro, sagt der E.ON-Experte. Bei der heutzutage gängigen Lebensdauer solcher Anlagen von über 20 Jahren rechne sich die Investition selbst bei kleinen Einfamilienhäusern. Und die Voraussetzungen? Andreas Lange: "Eine bebaubare Fläche von 15 bis 20 Quadratmetern reicht dafür. Sie sollten auch auf Dachverschattungen achten, zum Beispiel Ihre Satellitenschüssel oder Ihren Schornstein, aber auch auf Nachbargebäude oder Bäume." Das Dach müsse im Übrigen nicht zwangsläufig nach Süden ausgerichtet sein. "Auch Dächer mit Ost- oder Westausrichtung eignen sich bestens. Die erzeugen den Strom dann eben genau am Vor- beziehungsweise Nachmittag."

© 2015 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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