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Netzausbau: Regierung beschließt Vorrang für Erdkabel

12.10.2015 | Energienachrichten

Die Bundesregierung hat im Hinblick auf den Bau neuer Stromtrassen in Deutschland den Vorrang für Erdkabel beschlossen. Dadurch könnte sich der weitere Netzausbau in der Bundesrepublik im Vergleich zur Errichtung von Freileitungen um bis zu acht Milliarden Euro verteuern. Kosten, die von den Verbrauchern über den Strompreis mitgetragen werden müssen.

Das Bundeskabinett hat durch das betreffende Gesetz festgelegt, dass rund eintausend geplante Stromleitungskilometer von Nord- nach Süddeutschland vorrangig mittels Erdkabeln realisiert werden. Die Hochspannungsleitungen sollen insbesondere Windstrom von den Küsten in die Industriegebiete im Westen sowie in den Süden der Bundesrepublik bringen. Konkret geht es um die beiden Hochspannungstrassen "Südlink" und "Südost", die nach Bayern führen, wo sich massiver Widerstand von Bürgerinitiativen gegen den Bau von Freileitungen formiert hatte. Auf Drängen von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hatte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel letztlich dem Vorrang für die Verlegung von Erdkabeln zugestimmt.

Nach Schätzung der Regierung wird sich der für die Energiewende notwendige Netzausbau damit um drei bis acht Milliarden Euro verteuern. Da dies auf die Strompreise umgelegt wird, kommen auf einen deutschen Durchschnittshaushalt Mehrkosten von bis zu zehn Euro im Jahr zu. Die Regierung rechtfertigt das Vorranggesetz für Erdkabel mit der Begründung, dass eine Verzögerung des Netzausbaus aufgrund ziviler Widerstände ebenfalls massive Mehrkosten auslösen würde.

© 2015 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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