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Haushaltsgeräte: Verbraucher von Energielabel verunsichert

07.09.2015 | Energienachrichten

Die deutschen Verbraucher orientieren sich beim Kauf von Haushaltsgeräten stark an deren Energieeffizienzwerten, wie eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV Rheinland besagt. Im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin wurden 1.000 Personen zum Thema befragt. Demnach orientieren sich 40 Prozent der Bundesbürger sehr stark und weitere 44 Prozent stark am Energielabel für Elektrogeräte. Aber: "Eine weitere wichtige Erkenntnis der Befragung ist, dass es noch an der Verständlichkeit der Energieeffizienzklassen mangelt", resümiert Prof. Dr. Ralf Wilde, Bereichsvorstand Produkte beim TÜV Rheinland.

Beinahe jeder fünfte Befragte zeigt sich durch das Energielabel verunsichert, bei den über 60-Jährigen sogar jeder Vierte. "Aus unserer Sicht ist für die Endverbraucher nur schwer nachvollziehbar, warum die Einstufung in die Effizienzklassen über alle Produktgruppen hinweg nicht stringent durchgezogen wird. Sie können zwar heute einen Kühlschrank mit den drei Plus hinter dem A erwerben, bei den ebenfalls deklarierungspflichtigen Dunstabzugshauben und Staubsaugern gibt es diese Einteilung nicht, sie enden aktuell in Klasse A", so der TÜV-Experte. "Hier sollte die europäische Gesetzgebung schnellstmöglich nachbessern, insbesondere vor dem Hintergrund, dass weitere Produktgruppen in die Energieeffizienzklassen aufgenommen werden."

Laut der aktuellen Forsa-Umfrage orientieren sich acht von zehn Verbrauchern beim Kauf elektrischer Haushaltsgeräte stark bzw. sehr stark am Energielabel, welches damit zum entscheidenden Kaufkriterium wird. Leider sind die Werte jedoch nicht immer auf dem neuesten Stand: "Vielfach schmücken sich Geräte lange Zeit mit einem Label, obwohl sich die technischen Anforderungen und Grundlagen bereits verändert haben, eventuell viel strenger geworden sind", so Wilde. "Daher sollten die Energieeffizienzklasse und die Jahreskennzahl, wann diese Einstufung erfolgt ist, deutlich erkennbar sein. Zusammen mit der Harmonisierung der Effizienzklassen über alle Produktgruppen hinweg würde dies der Industrie, dem Handel und den Endverbrauchern eine eindeutige und verständliche Orientierung geben."

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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