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Ratgeber Hitzeschutz: Alternativen zur Klimaanlage

10.07.2015 | Energienachrichten

Auch bei hochsommerlichen Temperaturen sollen Wohn- und Schlafräume möglichst kühl bleiben. Vor allem in Ballungszentren stellt die Hitze mitunter ein großes Problem dar, denn die hohen Temperaturen halten sich wegen der dichten Bebauung oft selbst in der Nacht in den Gebäuden. Kompakt-Klimageräte versprechen hier zwar Abhilfe, sie sind jedoch in der Anschaffung teuer und treiben zudem die Stromrechnung in die Höhe. Aber auch ohne Klimaanlage lässt sich einiges gegen den Hitzestau in den eigenen vier Wänden tun. Christian Stolte, Experte für energieeffiziente Gebäude bei der Deutschen Energie-Agentur (dena), gibt vier Tipps für hitzegeplagte Mieter und Eigentümer:

1. Früh morgens und nachts lüften: Ist die Hitze einmal ins Innere gelangt, lässt sich die Raumtemperatur nur schwer wieder senken. "Fenster und Türen sollten an heißen Tagen möglichst geschlossen bleiben", rät Stolte. "Stattdessen sollte man in den kühlen Morgenstunden oder nachts intensiv stoßlüften."

2. Wärmequellen minimieren: Zusätzliche Wärmequellen im Haus sollten auf ein Minimum begrenzt werden. "Elektrische Geräte wie Lampen, Plasmabildschirme oder Computer können bei längerem Betrieb viel Hitze entwickeln", so Stolte. "Sie sollten nur dann eingeschaltet werden, wenn sie tatsächlich gebraucht werden."

3. Sonnenschutz außen anbringen: Hat ein Sonnenstrahl erst einmal die Glasscheibe passiert, ist auch die Hitze ins Innere gelangt. Stolte: "Auch beim Sonnenschutz gilt die Devise: Lassen Sie die Hitze gar nicht erst rein. Außen angebrachte Schattenspender wie Rollläden, Markisen oder Jalousien können die Sonneneinstrahlung durch Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren um bis zu 90 Prozent reduzieren." Falls die Installation außen nicht möglich sei, könne ein Blendschutz auf der Innenseite der Fenster eine Alternative sein, so der Experte. "Wenig lichtdurchlässige Sonnenschutzrollos oder gut abdunkelnde Vorhänge sind dann die beste Lösung." Helle, reflektierende Rollos würden die Sonneneinstrahlung immerhin noch bis zu einem Drittel reduzieren.

4. Wärmedämmung schützt vor Hitze: In einem Haus mit guter Wärmedämmung ist das Raumklima auch im Sommer angenehmer als in schlecht oder gar nicht gedämmten Gebäuden. "Eine äußere Dämmschicht verhindert, dass die Außenwand zu viel Wärme aufnimmt", erklärt Christian Stolte. So hält die Dämmung das Gebäude nicht nur im Winter warm, sondern sorgt im Sommer auch für einen effektiven Hitzeschutz.

© 2015 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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