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Makler sehen neuen Energieausweis skeptisch

25.04.2014 | Energienachrichten

Am 1. Mai tritt die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) in Kraft. Kernstück ist der überarbeitete Energieausweis für Immobilien. Er muss künftig bei jeder Wohnungsbesichtigung vorgelegt werden und enthält neben Angaben zu Baujahr und Heizungsart auch das Novum der Energieeffizienzklassen. Laut der Studie "Marktmonitor Immobilien 2014", die das Immobilienportal immowelt.de durchgeführt hat, halten mehr als 60 Prozent der deutschen Makler den neuen Energieausweis jedoch nur für bedingt aussagekräftig.

In seiner bisherigen Form gibt der Energieausweises den Energiebedarf eines Gebäudes in Kilowattstunden an - ein zu abstrakter Wert für die meisten Verbraucher. Deshalb sollen im neuen Dokument Energieeffizienzklassen von A+ bis H für mehr Klarheit sorgen. 60 Prozent der Immobilienprofis schätzen diese Neuerung laut Umfrage grundsätzlich positiv ein. Allerdings geben Deutschlands Makler zu bedenken, dass der Energieverbrauch in Wohnräumen wesentlich differenzierter zu betrachten sei, als beispielsweise der eines Kühlschranks. So halten es 73 Prozent für problematisch, die von Elektrogeräten bekannten Effizienzklassen auf Wohnungen zu übertragen.

Die Mehrheit der von immowelt.de befragten Experten hält einen Blick auf die letzte Nebenkostenabrechnung für aussagekräftiger als den Energieausweis. Allerdings: Alte Nebenkostenabrechnungen hängen stark vom individuellen Verbrauchsverhalten jedes einzelnen ab. Zudem müssen vorherige Bewohner einverstanden sein, dass Dritte Einsicht in ihre Verbrauchszahlen erhalten. Nicht so beim neuen Energieausweis: Ihn müssen Eigentümer ab kommendem Monat bei jeder Besichtigung verpflichtend vorlegen.

© 2014 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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