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Bundesnetzagentur: 47 Kraftwerke zur Abschaltung gemeldet

22.04.2014 | Energienachrichten

Die Bundesnetzagentur hat sich gelassen in Bezug auf die anstehenden Abschaltpläne deutscher Kraftwerksbetreiber für einzelne Anlagen geäußert. "Bundesweit betrachtet, haben wir in der Stromerzeugung immer noch Überkapazitäten", sagte Netzagentur-Präsident Jochen Homann im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" Ende letzter Woche. Der Aufsichtsbehörde sind momentan 47 Kraftwerksblöcke zur Stilllegung gemeldet worden. Neunzehn davon sollen vorübergehend vom Netz gehen, der größere Teil soll jedoch dauerhaft abgeschaltet bleiben.

Homann räumte ein, dass man bei Kraftwerksstilllegungen stets bewerten müsse, ob eine betreffende Anlage regional benötigt werde, um die dortige Netzstabilität zu sichern. Dies sei vor allem in Süddeutschland relevant, wo man angesichts des schleppenden Netzausbaus nicht auf die hohen Windstromerträge aus dem Norden der Bundesrepublik zurückgreifen könne. Im Unterschied zu fehlenden Stromtrassen sieht der Netzagentur-Chef beim Kraftwerksbau angesichts der bestehenden Überkapazitäten jedoch keinen kurzfristigen Handlungsbedarf.

Um kurzfristige Stromlücken zu vermeiden, gilt in Deutschland die Regelung, dass Kraftwerke frühestens ein Jahr nach ihrer Stilllegungsanzeige vom Netz genommen werden dürfen. Zudem kann die Bundesnetzagentur in ihrer Funktion als staatliche Aufsichtsbehörde anordnen, dass ein Kraftwerk noch zwei weitere Jahre in Betriebsbereitschaft bleiben muss.

© 2014 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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