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Weltwassertag 2014: Wasserkraftwerke bedrohen Flüsse

24.03.2014 | Energienachrichten

Anlässlich des diesjährigen Weltwassertages, der am 22. März 2014 unter dem Motto "Wasser und Energie" stand, hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor der Bedrohung von Flüssen, Auen und Süßwasserreservoirs durch Großprojekte zur Stromgewinnung gewarnt. Weltweit gebe es inzwischen rund 850.000 Staudämme, darunter etwa 50.000 sogenannte Mega-Staudämme. Zu den riesigsten Großprojekten zählen der Belo-Monte-Damm in Brasilien, der Ilisu-Staudamm in der Türkei sowie der in Planung befindliche Grand-Inga im Kongo, der künftig der größte Staudamm der Welt sein wird. All diese Projekte, so der BUND, würden in den jeweiligen Regionen Flora, Fauna sowie zahlreiche Kulturdenkmäler bedrohen.

Auch in Europa, vor allem im Einzugsgebiet der Donau, seien hunderte neuer Staudämme und Anlagen zur Stromerzeugung mittels Wasserkraft geplant. Deutschland verzeichne mit mehr als 7.000 Wasserkraftwerken bereits jetzt die höchste Ausbaudichte Europas, trotzdem seien hierzulande weitere Anlagen geplant. Sebastian Schönauer, Wasserexperte beim BUND: "In Deutschland gibt es, aller Vernunft zum Trotz, noch immer Pläne für den Bau neuer Wasserkraftwerke. Die Stromgewinnung ließe sich damit nur um wenige Promille steigern. Zugleich gefährdet ein solcher Ausbau aber die Renaturierung der Fließgewässer, die für mehr Hochwasserschutz dringend nötig wäre."

Neben der Bedrohung zahlreicher Fischarten durch den weiteren Ausbau der Wasserkraft, entstehe in den Schlamm-Ablagerungen von Stauseen klimaschädliches Methan, das in die Atmosphäre entweiche. Schönauer: "Anstatt neue Kraftwerke an den Flüssen zu bauen, müssen die Anstrengungen zum Energiesparen weltweit deutlich erhöht werden. Die Bewahrung beziehungsweise die Wiederherstellung des natürlichen Zustands von Bächen, Flüssen und Auen ist dringend geboten. Sonst droht das Verschwinden vieler Tier- und Pflanzenarten und der Verlust des für den Hochwasserschutz nötigen Wasserrückhalts in der Fläche."

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

Speichersee, Pumpspeicher