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Kunststoffrecycler sollen volle EEG-Umlage zahlen

31.01.2014 | Energienachrichten

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat aktuell alle Kunststoffrecycler in Deutschland darüber informiert, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit zukünftig von der Befreiung der EEG-Umlage ausgeschlossen werden. Die Kunststoffrecycling-Branche mit rund 100 Unternehmen und tausenden Arbeitsplätzen soll die Ökostrom-Umlage zur Finanzierung der Energiewende damit ab diesem Jahr in vollem Umfang zahlen. In den letzten Jahren sahen sich die Betriebe nur mit einer reduzierten Umlage konfrontiert.

Wurden die Erzeuger von Kunststoffregranulaten, die in der weiterverarbeitenden Industrie eingesetzt werden, bislang ganz selbstverständlich als "produzierendes Gewerbe" eingestuft, so soll diese Kategorisierung für das Jahr 2014 zurückgenommen werden. Damit müssten die Kunststoffrecycler automatisch den vollen EEG-Umlagesatz zahlen.

Nach Einschätzung der Branche würde die volle EEG-Umlage bei vielen der mittelständischen Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stünden, den erwirtschafteten Überschuss am Jahresende vollkommen aufzehren und sie im schlimmsten Fall sogar in die Verlustzone drücken. In einem Brief an Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks bittet der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung deshalb eindringlich um ein Umdenken in dieser Frage.

Verbands-Vizepräsident Herbert Snell kann die Argumentation des BAFA nicht nachvollziehen: "Das Kunststoffrecycling ist integraler Bestandteil der Wertschöpfungskette im Bereich der Kunststofferzeugung und Kunststoffverarbeitung. Es steht daher außer Zweifel, dass das, was unsere Unternehmen machen, als "produzierendes Gewerbe" einzustufen ist. Wir sagen der Politik ganz deutlich: Wer will, dass das weltweit führende Kunststoffrecycling in Deutschland eine Zukunft haben soll, der muss jetzt handeln." Gefordert seien nun in erster Linie die Bundesumweltministerin und der Bundeswirtschaftsminister, so Herbert Snell.

© 2014 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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