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Strompreis-Prognose: Kein Anstieg der EEG-Umlage in 2015

15.01.2014 | Energienachrichten

Peter Lorenz Nest, Finanzvorstand des Energiedienstleisters Ensys AG, wagt aktuell eine mutige Prognose: "Die Kosten zur Förderung der erneuerbaren Energien werden nach dem deutlichen Anstieg der vergangenen Jahre 2015 und 2016 nicht weiter steigen." Vielmehr hält der Energieexperte für das kommende Jahr eine Senkung der EEG-Umlage auf 5,5 Cent pro Kilowattstunde für machbar.

Der Börsenpreis für Strom lag zuletzt mit 3,6 Cent pro Kilowattstunde auf einem historisch niedrigen Niveau. Hierbei kommt die Fördermechanik des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zum Tragen: Mehr Erneuerbare treiben das Angebot und drücken den Preis. Sinkt aber der Börsenstrompreis, müssen die Verbraucher mehr Umlage zahlen. Derzeit gehen die Großhandelspreise für Strom nur leicht zurück, wodurch die Differenz zwischen Marktpreis und festgelegtem Einspeisetarif relativ konstant bleibt. Demzufolge, so prognostiziert Ensys, sei die bei der Ermittlung der EEG-Umlage durch die Übertragungsnetzbetreiber eingepreiste Liquiditätsreserve für 2015 voraussichtlich nicht erforderlich. Dadurch wäre eine Senkung der Umlage um 0,5 Cent pro Kilowattstunde möglich.

Ein weiterer Faktor: Der Stand des EEG-Verrechnungskontos hatte sich im vierten Quartal 2013 um zwei Milliarden Euro verbessert. "Um genau diese zwei Milliarden Euro, die etwa 0,5 Cent pro Kilowattstunde entsprechen, könnte die EEG-Umlage für 2015 weiter sinken. Zusammen genommen also um bis zu einem Cent pro Kilowattstunde", lautet die Einschätzung von Peter Lorenz Nest.

© 2014 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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