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PROKON droht Insolvenz: 75.000 Anleger betroffen

14.01.2014 | Energienachrichten

Wie in den letzten Tagen bekannt wurde, steht der Windenergiekonzern PROKON aus Itzehoe möglicherweise vor dem finanziellen Aus. Am vergangenen Freitag hatte Deutschlands größter Anbieter von grünen Kapitalanlagen seine Anleger über ernstzunehmende Zahlungsschwierigkeiten informiert. Insgesamt sollen rund 75.000 Anleger PROKON mehr als 1,5 Milliarden Euro über Genussrechtsbeteiligungen zur Verfügung gestellt haben.

Das Geschäft mit den kurzlaufenden Genussrechten, die keine Mindesthaltedauer und eine 30-tägige Kündigungsfrist beinhalten, sollte langfristige Investitionen in Windenergieanlagen finanzieren, ging jedoch, wie von vielen Anlegerschützern prognostiziert, nicht auf. Die Liquidität von PROKON scheint nicht mehr gegeben zu sein, bis Ende Februar müssen jedoch 150 Millionen Euro aufgebracht werden, um die Zinsen aus den laufenden Verträgen zu zahlen und Kündigungen abzuwickeln.

Die Lage ist ernst: Sollten bis zum 20. Januar nicht 95 Prozent der Genussrechtsinhaber auf eine Kündigung bis Ende Oktober 2014 verzichten, sei eine Insolvenz nicht zu verhindern, teilt die Geschäftsleitung von PROKON mit. Zudem würden die Anleger, die trotz dieser Warnung kündigen und ihr Geld zurückverlangen, für die Insolvenz verantwortlich gemacht.

Die Betroffenen einer möglichen Insolvenz wären vor allem Kleinanleger, denn die Genussrechte konnten bereits ab 100 Euro erworben werden. Wie jüngst bekannt wurde, flossen trotz anhaltender Warnungen von Anlegerschützern im Jahr 2013 monatlich etwa 30 Millionen Euro an privaten Investitionen in PROKON-Genussrechte.

© 2014 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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