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Handyrecycling schont Ressourcen

27.12.2013 | Energienachrichten

Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Informationszentrums Mobilfunk gibt nur knapp jeder zehnte Bundesbürger sein ausgedientes Handy oder Smartphone zum Recycling. Die überwiegende Mehrheit ist nicht darüber informiert, dass und wo es entsprechende Abgabestellen gibt. Laut Umfrage sind momentan mehr als 86 Millionen Altgeräte in deutschen Haushalten eingelagert.

Was viele Verbraucher nicht wissen: Ausgediente Handys und Smartphones sind aufgrund der in ihnen verbauten Rohstoffe durchaus wertvoll. Dr. Perrine Chancerel vom Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration: "So konzentriert wie in einem Mobiltelefon sind die Ressourcen in keiner anderen Geräteart. Zum Beispiel ein Kilogramm Mobiltelefone enthält ungefähr 300 Milligramm Gold - und das ist sehr viel. Es enthält auch andere Metalle, die kein Mensch kennt, wie zum Beispiel Indium, Tantal, die aber in der Elektronik in kleinen Mengen sehr oft eingesetzt werden - und die sind sowohl ökonomisch als auch ökologisch relevant." Deshalb empfiehlt die Expertin, alte Handys nicht wegzuwerfen oder einzulagern, sondern sie zum Recycling zu geben. "Am besten bei den Netzbetreibern oder in gezielten Sammelaktionen für Handy-Telefone", so Dr. Perrine Chancerel.

Beim fachgerechten Handyrecycling wird als erstes der Akku entfernt und anschließend der Rest des Gerätes eingeschmolzen. In speziellen metallurgischen Prozessen werden bis zu 17 Metalle zurückgewonnen. Derzeit arbeitet die Wissenschaft an Methoden, um eine noch höhere Ausbeute beim Handyrecycling zu erzielen. Noch könne man mit der Wiederverwertung ausgedienter Mobiltelefone kein Vermögen verdienen, sagt Dr. Perrine Chancerel. "Allerdings ist die Frage dahinter, inwieweit wir es uns als Gesellschaft leisten können, diese Metalle nicht zurückzugewinnen."

© 2013 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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