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Windbranche warnt vor Ausbaukorridoren für Erneuerbare

11.12.2013 | Energienachrichten

Sylvia Pilarsky-Grosch, Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie, hat die Politik eindringlich davor gewarnt, Deutschlands Energiewende durch Ausbaukorridore für erneuerbare Energien auszubremsen. Die erfolgreiche Entwicklung insbesondere der Windkraft habe in den letzten Jahren einen Innovationsschub ausgelöst und müsse unbedingt fortgesetzt werden.

"Immer deutlicher wird, dass wir in erster Linie ein neues Strommarktdesign benötigen, um den Herausforderungen der Energiewende gerecht zu werden. Die fluktuierenden Energien Wind und Sonne gehören in den Mittelpunkt. Um diese herum sind flexible und vor allem lokale Kapazitäten erforderlich. Hierfür braucht es eine klare politische Weichenstellung", so Pilarsky-Grosch, die darauf hinweist, dass der Anteil der Onshore-Windenergie an der EEG-Umlage im kommenden Jahr lediglich 0,25 Cent beträgt. "Windenergie an Land belastet den Verbraucher nicht."

Die Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie stellt klare Forderungen an die Politik: "Die geringen Kosten der erneuerbaren Energien müssen für den Verbraucher transparent werden. Die künftige Koalition will anscheinend den Zubau der preiswerten Windenergie an Land massiv begrenzen. Damit würde die Energiewende faktisch beendet. Das Gegenteil ist erforderlich. Wir brauchen den dezentralen Ausbau im ganzen Land. Zum einen lassen sich so die Netzausbaukosten begrenzen. Zum anderen gewährleistet der breit in die Fläche getragene Ausbau die Versorgungssicherheit. Außerdem wachsen so die Chancen über regionale Lösungen erneuerbaren Strom zu speichern."

Sylvia Pilarsky-Grosch sieht die Bundesrepublik im Bereich der Windenergie noch immer als technologischen Taktgeber. "Deutschland setzt bei Anlagen, Netzsteuerung und Systemverträglichkeit den technischen Maßstab in der Welt. Wir sind in der Windbranche in einer Spitzenposition. Die unterstreicht der Exportanteil von 67 Prozent. 118.000 Arbeitsplätze stehen für eine innovative Branche made in Germany. Dies darf durch zögerliche und rückwärtsgewandte Schritte nicht gefährdet werden."

© 2013 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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