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Energiesparen wird unterschätzt

25.11.2013 | Energienachrichten

Ein sparsamer Umgang mit Energie ist bei deutschen Verbrauchern nach eigener Einschätzung weit verbreitet. Die noch vorhandenen Potenziale, um Strom, Gas und Sprit zu sparen, werden von vielen Haushalten jedoch unterschätzt. Zudem ist die Bereitschaft, mehr als bislang zu tun, eher verhalten. Dies besagt eine aktuelle Umfrage, die von der Deutschen Energie-Agentur (dena) einen Tag vor Beginn des dena-Energieeffizienzkongresses in Berlin veröffentlicht wurde.

80 Prozent der Befragten geben an, beim Heizen sowie bei der Nutzung und beim Kauf elektrischer Geräte ausdrücklich auf den Energieverbrauch zu achten. Darüber hinaus fahren mehr als 70 Prozent nach eigener Einschätzung gezielt spritsparend. Andererseits schätzt fast die Hälfte der Deutschen das Stromsparpotenzial im eigenen Haushalt auf weniger als 10 Prozent - in Wirklichkeit kann der Verbrauch durch die richtige Nutzung energieeffizienter Geräte um rund 20 Prozent reduziert werden. Laut Umfrage ist auch die Investitionsbereitschaft unter den Verbrauchern eher gering. Die große Mehrheit der Haushalte plant in den kommenden Jahren wenige bis gar keine Ausgaben für energiesparende Maßnahmen zu tätigen.

Bei der Frage, wie das Energiesparen vom Staat weiter angeregt werden kann, sind sich die Deutschen einig. Die Mehrheit der Befragten favorisiert wirtschaftliche Anreize gegenüber gesetzlichen Vorschriften. Mehr staatliches Engagement wird vor allem bei der Förderung von Maßnahmen zur Heizungsmodernisierung und zur Wärmedämmung erwartet. Auch beim Kauf von energiesparenden Haushaltsgeräten halten die Verbraucher stärkere Anreize seitens der Politik für sinnvoll.

"Wir müssen noch viel Überzeugungsarbeit leisten, damit die Verbraucher die Vorteile der Energieeffizienz in vollem Umfang erkennen und die Chancen nutzen", betont Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Mit Zwang und Vorschriften kommen wir dabei nicht weit. Beratung, Transparenz und Innovation sind die Schlüssel zum Erfolg. Das sollte die Politik bei ihren Programmen zur Steigerung der Energieeffizienz immer im Auge behalten."

© 2013 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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