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Chemie-Branche fordert Förderstopp für erneuerbare Energien

30.10.2013 | Energienachrichten

Deutschlands mittelständische Chemie-Unternehmen haben von der künftigen Bundesregierung eine grundlegende und zügige Neugestaltung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefordert. Die Branche warnt davor, dass kleine und mittlere Betriebe im kommenden Jahr abermals deutlich steigende EEG-Beiträge schultern müssen. Reinhold von Eben-Worlée vom Verband der Chemischen Industrie (VCI) sprach sich im Rahmen einer Pressekomferenz für eine EEG-Reform aus, um die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Chemie-Unternehmen nicht noch weiter zu gefährden.

"2014 wird das EEG die chemische Industrie knapp eine Milliarde Euro kosten - und das trotz der Entlastung durch die Härtefallregelung. Die Belastung aus der EEG-Umlage für die deutsche Chemie steigt damit im kommenden Jahr um rund 23 Prozent. Das bekommt nahezu die gesamte Branche zu spüren. Rund 90 Prozent aller Chemie-Betriebe in Deutschland zahlen die volle EEG-Umlage", erklärte Eben-Worlée. Um stabile Strompreise zu erreichen, fordert der Chemie-Mittelstand einen vorläufigen Förderstopp für erneuerbare Energien bis eine EEG-Reform erreicht sei. Eine solche Reform müsse die deutsche Energiewende auch in den europäischen Kontext stellen und darüber hinaus die internationale Preisentwicklung auf den Energiemärkten berücksichtigen.

Reinhold von Eben-Worlée wies insbesondere darauf hin, dass die Förderung von Schiefergas in den USA zu deutlich sinkenden Energie- und Rohstoffpreisen am dortigen Markt geführt habe. Die Wettbewerbsposition der US-amerikanischen Industrie habe sich dadurch deutlich verbessert. "Im Umkehrschluss heißt das für Deutschland: Die Energiepreise dürfen nicht durch eine verfehlte Energiepolitik noch weiter in die Höhe getrieben werden."

© 2013 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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