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EEG-Umlage steigt 2014 auf 6,24 Cent

15.10.2013 | Energienachrichten

Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben am heutigen Dienstag die endgültige Höhe der EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien ab dem 1. Januar 2014 bekannt gegeben. Demnach erhöht sich die von jedem Privathaushalt sowie kleinen und mittelständischen Betrieben über den allgemeinen Strompreis zu zahlende Umlage von derzeit 5,277 Cent auf künftig 6,24 Cent pro Kilowattstunde. Vertreter aus der deutschen Wirtschaft, speziell der Energiebranche, haben sich mehrheitlich kritisch über die Erhöhung geäußert und zum Teil eine Änderung des bestehenden Fördersystems angeregt.

Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU): "Wenn am jetzigen Fördersystem nicht schnell etwas geändert wird, werden die Kosten ungebremst weiter steigen. Und die Verbraucher zahlen die Zeche. Das bisherige Förderregime von erneuerbaren Energien war richtig und wichtig. Die erneuerbaren Energien sind jedoch mit einem Anteil von fast 25 Prozent an der Erzeugung den Kinderschuhen entwachsen und müssen nun anders in den Markt eingebunden werden."

Für Oliver Bell, Präsident der WirtschaftsVereinigung Metalle, erreicht die Erhöhung der EEG-Umlage "Dimensionen, die weder für private noch für industrielle Verbraucher weiter tragbar sind. Die Umlage finanziert einen Systemfehler im Erneuerbare-Energien-Gesetz, der einen ungesteuerten Ausbau der erneuerbaren Energien produziert und damit die Versorgungssicherheit des Industrielandes Deutschland belastet. Das senkt dauerhaft die Akzeptanz für die Energiewende."

"Die erneute Rekorderhöhung der EEG-Umlage zeigt der künftigen Bundesregierung und den Bundesländern einmal mehr, dass eine radikale Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes unvermeidlich ist. Bereits jetzt kostet die EEG-Umlage jeden Tag 56 Millionen Euro, davon trägt die Wirtschaft fast 30 Millionen Euro", sagt Markus Kerber, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar), weist dagegen auf einen anderen Aspekt hin: "Aufgrund technologischen Fortschritts und stark gesunkener Erzeugungskosten sind erneuerbare Energien kein Strompreis-Treiber mehr. Im Gegenteil: Erneuerbare Energien führen nicht nur zur Einsparung von Milliardenbeträgen bei Energieimporten und Klimafolgekosten. An den Strombörsen senken sie inzwischen längst auch nachweisbar in beträchtlichem Umfang die Strompreise." Für Körnig steht fest: "Niedrige Stromeinkaufspreise an der Börse müssen endlich auch an die Verbraucher weitergegeben werden."

© 2013 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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