Donnerstag, 09. April 2020

Strompreise 2020 - Strom wird teuerer. Jetzt vergleichen!

Empfehlungen

TÜV geprüftes Vergleichsportal
und Wechselservice

» » » Forstämter verzeichnen keine Knappheit beim Brennholz

Forstämter verzeichnen keine Knappheit beim Brennholz

15.10.2013 | Energienachrichten

Jüngsten Behauptungen, denen zufolge Brennholz in Deutschland knapp werden könnte, widersprechen die Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage unter 30 Forstämtern, die der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchengeräte e.V. als Interessenvertretung von Herstellern moderner Feuerstätten durchgeführt hat. Demnach bestätigen alle befragten Forstämter, dass ausreichend Brennholz vorhanden sei und die Nachfrage bedient werden könne. Die Daten wurden erstmals im Frühjahr 2013 erhoben und im September erneut bestätigt.

Die Preise für den Raummeter Holz liegen bei eigener Abholung am Waldesrand momentan zwischen 30 und 50 Euro. Dies gilt auch für Stadtforstämter. Lediglich im süddeutschen Raum liegen die Preise mit bis zu 60 Euro pro Raummeter in einigen Ballungsgebieten etwas höher. Verbraucher, die kaminfertiges Holz, also getrocknete Holzscheite mit einer Restfeuchte von unter 20 Prozent, im Brennstoffhandel kaufen, zahlen für den Raummeter gegenwärtig zwischen 70 und 90 Euro.

Ein Raummeter Brennholz hat, abhängig von der jeweiligen Holzart, den gleichen Heizwert wie 150 bis 200 Liter Heizöl. Dieses kostet im Bundesdurchschnitt aktuell rund 85 Cent pro Liter. Der direkte Preisvergleich zeigt, dass ein Kaminofenbesitzer für die gleiche Heizleistung im günstigsten Fall nur 30 statt 170 Euro zahlt.

Der HKI hält Befürchtungen einer baldigen Holzknappheit in Deutschland für unbegründet. Vielmehr wachse der deutsche Wald. Pro Jahr würden zwischen 75 und 85 Millionen Kubikmeter Holz geerntet. Demgegenüber stehe ein jährlicher Zuwachs von 120 Millionen Kubikmetern. Hinzu komme, dass der Kauf von regional geschlagenem Brennholz beim notwendigen Umbau der Wälder helfe - weg von Monokulturen aus Fichten und Kiefern hin zu artenreichen Mischwäldern. Letztlich sei der Holzverkauf mit über 90 Prozent die nach wie vor wichtigste Einnahmequelle der Forstbetriebe und damit die wirtschaftliche Grundlage für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung.

© 2013 GasAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion GasAuskunft

Klimaschutztipps

Ähnliche Energienachrichten