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Russland will Gastransit über die Ukraine einstellen

20.04.2015 | Energienachrichten

Russland plant, nach Auslaufen des bis 2019 gültigen Liefervertrages kein Gas mehr über die Ukraine nach Westeuropa zu leiten. Stattdessen soll das Pipeline-Großprojekt "Turkish Stream" über Griechenland Gas in die EU bringen. Dies bekräftigte Russlands Energieminister Alexander Nowak in der vergangenen Woche während eines Besuchs in Berlin. Demnach soll die Fertigstellung der geplanten Leitung durch das Schwarze Meer in den kommenden vier Jahren intensiv vorangetrieben werden.

Vor allem das schuldengeplagte Griechenland könnte vom Gasdeal mit Russland immens profitieren: Millioneneinnahmen durch Transitgebühren stehen in Aussicht, sofern sich der EU-Staat am Projekt beteiligt. Turkish Stream soll eine Kapazität von 63 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr haben - 50 Milliarden davon sind für den Verkauf nach Südosteuropa bestimmt.

Bislang ist die Ukraine das zentrale Transitland für russische Gaslieferungen in den Westen. Die Einnahmen daraus sind eine tragende Säule für das vom Staatsbankrott bedrohte Land. Russland und die Ukraine streiten jedoch spätestens seit Ausbruch militärischer Konflikte in der Region anhaltend um Lieferpreise und Gasschulden. Um alternative Transportwege zu erschließen, hatte Russland zuletzt auch die Ostseepipeline "Nord Stream" bauen lassen.

© 2015 GasAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion GasAuskunft

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