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Gebäudesanierung belastet einkommensschwache Haushalte

15.08.2013
Gebäudesanierung belastet einkommensschwache Haushalte

Für Haushalte mit unterdurchschnittlichem Einkommen stellt die von der Bundesregierung geforderte energetische Sanierung von Wohngebäuden eine besonders hohe Belastung dar, da sie das Wohnen erheblich verteuert. Zu dieser Erkenntnis kommt eine gemeinsam vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik und dem Forschungscenter Betriebliche Immobilienwirtschaft an der Technischen Universität Darmstadt erstellte Studie.

Bis zum Jahr 2050 will die Bundesregierung den Energiebedarf im Gebäudebereich um 80 Prozent reduzieren. Aber: "Die Studie zeigt, dass sich bei Fortführung aktueller Trends in Kombination mit den Leitlinien der Bundesregierung der Primärenergieverbrauch bis 2050 um maximal 64 Prozent reduzieren lässt", sagt Prof. Dr.-Ing. Gerd Hauser, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik. "Um das hochgesteckte Einsparziel von 80 Prozent zu erreichen, sind bei der energetischen Gebäudesanierung deutlich größere Anstrengungen als bisher notwendig."

Laut Studie steigen die Kosten für das Wohnen im Zuge der Gebäudesanierung deutlich. Demnach würde sich das Wohnen in einem Einfamilienhaus bis zum Jahr 2050 je nach Sanierungsfahrplan um 140 bis 260 Euro pro Monat verteuern. Das Wohnen in einem Mehrfamilienhaus würde monatlich zwischen 100 und 140 Euro teurer werden. Dabei, so die Studie, würde die finanzielle Belastung durch die energetische Gebäudesanierung mit abnehmendem Einkommen deutlich ansteigen. Betroffen seien davon vor allem Alleinstehende, Alleinerziehende und Rentner. "Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 900 bis 1.300 Euro zahlen nach Sanierung die Hälfte ihres Einkommens für das Wohnen. Das ist dramatisch und bricht den Sozialpakt", kritisiert Prof. Dr. Andreas Pfnür, Leiter des Forschungscenters Betriebliche Immobilienwirtschaft. Noch dazu würden die Ausgaben des Staates für Wohngeld und andere Sozialleistungen zur Unterbringung drastisch steigen.

© 2013 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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