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E.ON erwägt Kraftwerksumzüge

25.07.2013 | Energienachrichten

Wie das Wall Street Journal Deutschland aktuell berichtet, erwägt der Energieriese E.ON offenbar eine Flucht vor unrentablen Marktbedingungen. Demnach prüft Deutschlands größter Energiekonzern derzeit die Möglichkeit, verlustreiche Kraftwerke in Mitteleuropa zu zerlegen und anderenorts neu zu errichten.

Wie mehrere eingeweihte Mitarbeiter des Unternehmens dem Wall Street Journal Deutschland angeblich mitteilten, berechnet E.ON bereits die Kosten solcher Kraftwerksumzüge. Als konkretes Szenario einer konzerninternenen Studie diene demnach die Verlagerung eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks, das der Konzern derzeit im slowakischen Malzenice betreibt. E.ON hatte in der vergangenen Woche angekündigt, die Anlage bis auf weiteres vom Netz zu nehmen. Sollte sich ein Umzug als profitabel herausstellen, könnte die Turbine künftig in einem anderen Marktumfeld, beispielsweise in der Türkei, Strom produzieren.

Sollte dieses Beispiel Schule machen, könnte die Versorgungssicherheit Mitteleuropas nachhaltig leiden, denn E.ON trifft hierbei einen wunden Punkt der Energiewende. Der forcierte Ausbau der Erneuerbaren Energien sorgt derzeit für sinkende Großhandelsstrompreise und drängt daher konventionelle Gas- und Kohlekraftwerke zunehmend vom Markt. Letztere werden zu Zeiten von wenig Wind und Sonne jedoch weiterhin benötigt, um Stromengpässe zu vermeiden.

© 2013 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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