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Demographischer Wandel verschärft Energiewende-Kosten

13.06.2013 | Energienachrichten

Wie der Zensus 2011 ergeben hat, leben 1,5 Millionen Menschen weniger in der Bundesrepublik als zuvor angenommen. Bisherige Prognosen waren davon ausgegangen, dass dieses Niveau erst in etwa zehn Jahren erreicht sein würde. Die aktualisierten Bevölkerungszahlen werfen unter anderem ein neues Licht auf die Energiewende und die damit verbundenen finanziellen Belastungen für die Verbraucher. So macht das Ergebnis der Volkszählung deutlich, dass die Finanzierung der Energiewende schon jetzt auf weniger Schultern verteilt werden muss, als bislang angenommen.

Nach jetzigem Kenntnisstand scheint der demographische Wandel in Deutschand erst am Anfang zu stehen. Bereits in weniger als 50 Jahren wird die Bevölkerungszahl der Bundesrepublik voraussichtlich um weitere zehn Millionen Einwohner schrumpfen. "Die Auswirkungen der demographischen Entwicklung holen uns offenbar früher ein als gedacht", sagt Andreas Hergaß, Vorstand des Energiedienstleisters Ensys AG. "Die neuen Zahlen zeigen auch, dass der Stromverbrauch in Deutschland pro Kopf höher ist als vermutet." Im Umkehrschluss bedeute dies: Das Ziel der Bundesregierung, die Energieeffizienz bis 2020 um 20 Prozent zu erhöhen, wirke sich noch stärker auf den Einzelnen aus.

Die Herausforderungen der Energiewende, so Andreas Hergaß, kämen beschleunigt auf Deutschland zu. Bereits jetzt seien die Belastungen für Verbraucher und Industrie sehr hoch. Eine schrumpfende Gesellschaft würde diesen Aspekt noch verstärken. "Die Frage, ob geplante Großinvestitionen wie beispielsweise der Ausbau von Offshore-Windparks überhaupt noch sinnvoll sind, ist durchaus nachvollziehbar", gibt Hergaß zu Bedenken. Die derzeitige Situation am Stromhandelsmarkt rechtfertige auch das Argument nicht, dass überschüssig erzeugte Energie ins benachbarte Ausland exportiert werden kann - was Deutschland schon heute zunehmend tue.

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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