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Debatte um Sozialverträglichkeit der Energiewende

06.06.2013 | Energienachrichten

Die klima-allianz deutschland hat zunehmende Tendenzen in der Parteienlandschaft kritisiert, den Erfolg der Energiewende durch den Anspruch auf billigen Strom zu gefährden. Deshalb diskutierten auf dem gestrigen Alternativen Energiegipfel in Berlin Sozialverbände und Hilfswerke, wie soziale Probleme gelöst werden können, ohne dabei Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien zu gefährden.

Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer und Vorstandsvorsitzender des Bischöflichen Hilfswerks MISEREOR: "Das Gelingen der Energiewende hat auch für viele Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländer eine große Bedeutung. Ob es uns gelingt, das Energiesystem klimafreundlich und sozial gerecht umzubauen oder nicht, hat Beispielcharakter für viele andere Länder und Menschen. Es geht daher nicht nur um technische Aspekte, sondern letztendlich um eine Frage der Gerechtigkeit, die in der aktuellen Debatte auf der Strecke bleibt. Die Lasten für die absolut notwendigen Veränderungen müssen gerecht verteilt werden - hier in Deutschland und weltweit."

Maria Loheide, Vorstand der Diakonie Deutschland, kennt die Probleme Bedürftiger: "Menschen, die Grundsicherung beziehen, werden nicht selten in sogenannte "Schrottimmobilien" gedrängt, die zumeist schlecht isoliert sind. Energieeffiziente Wohnungen und stromsparende Haushaltsgeräte müssen auch sozialpolitisch gefördert werden. Energieverschwendung durch Unternehmen muss teurer und die Grundversorgung für Bürgerinnen und Bürger günstiger werden."

Rainer Hinrichs-Rahlwes, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Erneuerbare Energie, betont auch die ökonomische Dimension der Debatte: "In Europa haben 1,2 Millionen Menschen einen Arbeitsplatz im Bereich der erneuerbaren Energien. Mehr als 137 Milliarden Euro haben die Erneuerbaren zur Wirtschaftsleistung der EU in 2011 beigetragen. Diese Erfolgsgeschichte muss fortgesetzt werden."

© 2013 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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