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"Southern Gas Corridor": Erdgas aus Aserbaidschan für Europa

06.02.2015 | Energienachrichten

Der Startschuss für den "Southern Gas Corridor" von Aserbaidschan nach Westeuropa fiel im September 2014, aktuell laufen die Ausschreibungen auf Hochtouren. Mit der Grundsteinlegung am Terminal Sangachal unweit Baku startete das 45-Milliarden-Dollar-Projekt. "Damit beginnt eine neue Ära für Europas Energiesicherheit - ab spätestens 2020 strömt Erdgas aus Aserbaidschan in die EU", sagt Elshad Nassirov, Vizepräsident der State Oil Company of Azerbaijan Republic (SOCAR).

In baldiger Zukunft sollen 3.500 Kilometer Pipeline insgesamt sieben Länder zwischen Aserbaidschan und Italien verbinden. Die Nachfrage nach Erdgas aus dem Kaspischen Meer sei immens, berichtet Nassirov. Man starte mit zehn Milliarden Kubikmetern pro Jahr, eine Verdopplung der Liefermenge sei nicht ausgeschlossen. Der Bau der Trans Adriatic Pipeline von der griechisch-türkischen Grenze nach Italien beginnt 2016, die diesbezüglichen Ausschreibungen, beispielsweise für die Konstruktion und Lieferung von Pipelineröhren und Kompressoren, laufen momentan.

Das staatliche Energieunternehmen SOCAR fördert mit seinen Partnern derzeit 29,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr aus den Tiefen des Kaspischen Meeres. Im Jahr 2020 soll die Fördmenge auf 50 bis 55 Milliarden Kubikmeter ansteigen. Die bis dato bekannten Gasreserven Aserbaidschans belaufen sich auf 2,6 Billionen Kubikmeter. Die Ölreserven des Landes, ebenfalls durch SOCAR gefördert, betragen knapp 10,5 Milliarden Barrel.

© 2015 GasAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion GasAuskunft

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