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Wärmepumpen und Speicherheizungen als Retter der Energiewende?

08.12.2014 | Energienachrichten

Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) könnten Deutschlands Haushalte dazu beitragen, eine zentrale Schwachstelle der Energiewende zu beheben: Dazu müssten die mehr als 6,5 Millionen vorhandenen Warmwasserspeicher und Speicherheizungen in Deutschlands Haushalten für das Speichern von Ökostrom umgerüstet werden.

Hintergrund: In Deutschland gibt es immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen. Im ersten Halbjahr 2014 lag der Ökostrom-Anteil bereits bei 28,5 Prozent und soll bis 2025 sogar auf bis zu 60 Prozent steigen. Das große Aber: Anders als bei der konventionellen Stromerzeugung ist die Ökostrom-Produktion witterungsbedingten Schwankungen ausgesetzt und deshalb weniger planbar. Um Ertrag und Bedarf optimal aufeinander abzustimmen, werden praktikable Speichertechnologien benötigt. Selbige sind abgesehen vom unzureichenden Stromnetzausbau bislang jedoch das Kernproblem der Energiewende. Deshalb wird in Spitzenproduktionszeiten Ökostrom zu Niedrigpreisen verschleudert oder sogar ein Stopp der Anlagen verordnet, während bei Windstille oder trübem Wetter klimaschädliche Kraftwerke die Versorgungssicherheit gewährleisten müssen.

Laut Fraunhofer-Institut liegt das Potenzial der thermischen Speicherung in deutschen Privathaushalten bis zum Jahr 2020 bei einem Volumen von rund 21 Terawattstunden und einer verfügbaren Leistung von rund 28 Gigawatt. "Dies entspricht 70 Kohlekraftwerken der 400-Megawatt-Klasse", sagt Karlheinz Reitze, Geschäftsführer des Haustechnik-Spezialisten Stiebel Eltron. "Die privaten Haushalte in Deutschland bieten größte Chancen, um die witterungsbedingten Schwankungen der Stromproduktion von Wind- und Sonnenenergieanlagen abzufedern. Im Idealfall werden dafür moderne Wärmepumpen genutzt, die dann arbeiten, wenn ein Überangebot an Strom aus erneuerbaren Quellen vorhanden ist und damit das Netz entlasten. Sie koppeln im Betrieb zusätzlich ein Vielfaches des eingesetzten Stroms in Form von Umweltenergie ein und potenzieren so also ihre positive Umweltwirkung. Und da die gewonnene Umweltenergie kostenlos ist und bleibt, sind sie auch noch absolut wirtschaftlich."

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Björn Katz, Redaktion StromAuskunft