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Aus für Kohlekraftwerk Brunsbüttel

20.07.2012 | Energienachrichten

Das geplante Kohlekraftwerksprojekt des Stadtwerkekonsortiums SüdWestStrom (SWS) in Brunsbüttel ist gescheitert. Die SWS-Gesellschafter beschlossen am gestrigen Donnerstag, vom Bau des größten Steinkohlekraftwerks in Europa abzusehen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bewerten diese Entscheidung äußerst positiv.

"Wir begrüßen, dass SWS endlich die Konsequenzen aus einer energiewirtschaftlichen und energiepolitischen Gesamtsituation zieht, in der neue klimaschädliche Kohlekraftwerke keinen Platz mehr haben", so DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch, der die Entscheidung angesichts der Herausforderungen des Klimawandels und der Energiewende als längst überfällig bezeichnet und betont, dass ein früheres Ende Projekts den beteiligten Stadtwerken viel Geld erspart hätte. "Neue Kohlemeiler heizen nicht nur in unverantwortlicher Weise das Klima an, sie sind auch nicht wirtschaftlich zu betreiben, da die Einspeisung erneuerbarer Energien Vorrang hat", ergänzt Hans-Jörg Lüth, stellvertretender BUND-Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein.

Ursprünglich sollte das Steinkohlekraftwerk am früheren AKW-Standort Brunsbüttel 2014 ans Netz gehen. Die Genehmigungsverfahren wurden zunächst gegen heftigen Protest von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen vorangetrieben. Nach und nach zogen sich jedoch immer mehr beteiligte Stadtwerke aus dem Kraftwerksprojekt zurück.

© 2012 StromAuskunft.de

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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