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Windgas: Greenpeace Energy und Gasunie kooperieren

18.04.2012 | Energienachrichten

Der Ökoenergieversorger Greenpeace Energy und das Erdgastransportunternehmen Gasunie Deutschland haben eine Kooperation beim Thema Windgas beschlossen. Ziel der Partnerschaft ist der Bau und Betrieb eines Elektrolyseurs durch Greenpeace Energy und die Einspeisung des dort produzierten Wasserstoffs ins Gasnetz der Gasunie. Durch dieses Engagement soll die Entwicklung innovativer Speicher- und Transportlösungen für erneuerbare Energien im Gasnetz beschleunigt werden.

In einem Elektrolyseur wird Wasser in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff aufgespaltet. Anschließend wird der Wasserstoff ins Gasnetz eingespeist, wo er sich mit dem vorhandenen Erdgas vermischt. Der Prozess gilt als sauber und umweltverträglich. Geplant ist, die Produktion und Einspeisung des Wasserstoffs ab 2013 in Norddeutschland zu starten. Den dort erzeugten Wasserstoff will Greenpeace Energy als Windgas an seine Kunden liefern.

"Durch die Zusammenarbeit mit Gasunie rücken wir dem Ziel, unsere Gaskunden im Laufe des Jahres 2013 teilweise mit selbst erzeugtem Windgas zu versorgen, ein großes Stück näher", so Dr. Steffen Welzmiller, Vorstand bei Greenpeace Energy. Der Versorger bietet bereits seit Oktober 2011 den Tarif proWindgas an. Die Kunden erhalten dabei zunächst reines Erdgas, dem nach und nach ein steigender Anteil Windgas beigemischt werden soll. Dabei zahlen sie pro Kilowattstunde einen Aufschlag von 0,4 Cent, der in den Ausbau der Windgas-Technologie fließt.

Darüber hinaus wird mit dem Prinzip Windgas das vorhandene Gasnetz als Speicher für erneuerbare Energien erschlossen. Um Deutschland in Zukunft vollständig mit Ökoenergie versorgen zu können, bedarf es großer Speicherkapazitäten. Durch die Umwandlung in Windgas lässt sich Ökostrom im Gasnetz speichern und bei Bedarf in Gaskraftwerken erneut in Strom umwandeln.

© 2012 GasAuskunft

Björn Katz, Redaktion GasAuskunft


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