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Ökonomen kritisieren EEG

16.04.2012 | Energienachrichten

Die Mehrheit der deutschen Wirtschaftswissenschaftler hält das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für ineffizient und einen Wechsel der momentanen Fördersystematik für notwendig. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von insgesamt 72 Professoren der Wirtschaftswissenschaften im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche (WiWo).

60 der befragten Ökonomen sind der Auffassung, dass das EEG den Ausbau der erneuerbaren Energien nicht kosteneffizient fördere. Deshalb fordert fast die Hälfte der Experten eine politische Veränderung. Die Wirtschaftswissenschaftler sind insbesondere der Meinung, dass der Wettbewerb zwischen den verschiedenen Technologien erneuerbarer Energiegewinnung gestärkt werden müsse. "Die bestehende Fördersystematik verhindert Wettbewerb zwischen den erneuerbaren Energien. Die Energiewende wird so unbezahlbar", so Umfrageteilnehmer Prof. Dr. Justus Haucap, Direktor des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie.

Nach Ansicht der Ökonomen könnten die hohen Kosten der Energiewende die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands negativ beeinflussen. Weniger pessimistisch bewerten die Experten hingegen die Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit. 44 Ökonomen glauben, dass diese kurzfristig gewährleistet sei, 52 Professoren sehen auch langfristig keine Beeinträchtigungen. Allerdings bereitet den Ökonomen der Ausbau der Netze und Speicherkapazitäten Sorge.

© 2012 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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