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Atomausstieg: Wer finanziert den Rückbau?

12.04.2012 | Energienachrichten

Laut einer aktuellen Greenpeace-Studie werden für den Rückbau ausgedienter Atommeiler und die Entsorgung des Atommülls mindestens 34 Milliarden Euro benötigt. Die Studie besagt ebenfalls, dass sich die vier Atomkonzerne Deutschlands möglicherweise ihrer finanziellen Verantwortung diesbezüglich entziehen könnten.

"Die Bundesregierung muss die Steuerzahler vor einem finanziellen Desaster schützen und die Kostenübernahme der Konzerne gesetzlich regeln", so Thomas Breuer, Leiter des Klima- und Energiebereichs von Greenpeace. RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall hätten zwar entsprechende Rückstellungen in ihren Bilanzen gebildet, diese seien allerdings nicht insolvenzsicher und zum Teil hochspekulativ. Da die Energiekonzerne lediglich bis zum Jahr 2022 für säumige Zahlungen ihrer Kraftwerkstöchter einstehen müssten, könnten sie ihre Verpflichtungen anschließend kündigen.

Greenpeace fordert einen öffentlich-rechtlichen Fonds, in den die langfristig für den atomaren Rückbau benötigten Finanzmittel fließen sollen. Insgesamt solle die finanzielle Vorsorge hierfür 44 Milliarden Euro betragen. Die bislang bei den Atomkonzernen bilanzierten Mittel könnten unter Berücksichtigung der Verzinsung nach Auffassung von Greenpeace dafür ausreichen.

© 2012 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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