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CO2-Ausstoß: Reduzierung um 40 Prozent realistisch?

11.04.2012 | Energienachrichten

Der CO2-Ausstoß in Deutschland soll laut der Bundesregierung bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gesenkt werden.  Als Vergleichspunkt dazu dient das Jahr 1990, als der CO2-Ausstoß bei ca. 1050 Millionen Tonnen lag. Bedingt durch alte Industrieanlagen sowie Kraftwerke in der ehemaligen DDR wiesen die CO2-Emissionen einen derart hohen Wert auf. Durch die Schließung zahlreicher alter Anlagen und die Ersetzung durch neue Kraftwerke konnte die Bilanz stetig verbessert werden, so dass bis zum Jahr 2009 der CO2-Ausstoß auf 760 Millionen Tonnen reduziert werden konnte. Seitdem steigen die Emissionen insbesondere aufgrund des Wirtschaftswachstums wieder an.

Hans-Joachim Ziesing, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, sieht daher das ausgegebene Ziel der Bundesregierung gefährdet. Die bisherigen Maßnahmen seien nicht ausreichend, um eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 40 Prozent zu erzielen. Dennoch hält Ziesing die Vorgabe nach wie vor für realistisch, wenn an entsprechenden Baustellen gezielt angesetzt werde. Dabei soll vor allem die Stromerzeugung in Deutschland für weniger CO2-Ausstoß sorgen. Dazu müsse der Ausbau der regenerativen Energien erweitert werden, um schnell mehr CO2-neutralen Ökostrom erzeugen zu können. Auch müsse man die Energieeffizienz in der Bundesrepublik steigern, um die anvisierten 40 Prozent zu erzielen.

Sollte diesen Aspekten nicht eine höhere Signifikanz zugewiesen werden, sei vermutlich nur eine Senkung des CO2-Ausstoßes um 35 Prozent möglich und das von der Bundesregierung für die Energiewende ausgegebene Ziel somit verfehlt.

© 2012 StromAuskunft

Jan Schäfer, Redaktion StromAuskunft


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