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Ökostrom: Einheitliches Label für Ökostromprodukte?

30.01.2012 | Energienachrichten

Verbraucherzentralen in Deutschland fordern aktuell die Einführung eines einheitlichen Labels für Ökostrom. Auf diese Weise könnten Verbraucher bei der Wahl eines Ökostromtarifs sicher gehen, dass sie wirklich Ökostrom beziehen und ein Teil ihres Geldes in den Ausbau der regenerativen Energien investiert wird.

Hintergrund dieser von der Verbraucherzentrale Bundesverband getätigten Forderung ist die Unübersichtlichkeit der sich auf dem Markt befindlichen Labels und Siegel. Derzeit zeichnen unter anderem das ok-power-Label, das Grüner-Strom-Label sowie RECS-Zertifikate Ökostrom aus. Dass es sich bei einigen Siegeln jedoch trotzdem nicht um Ökostrom handelt, ist für viele Verbraucher nicht ersichtlich und somit irreführend. Insbesondere die RECS-Zertifikate stehen in der Kritik, da diese lediglich bescheinigen, dass die Menge an verbrauchtem Strom in Europa aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird. Auf diese Weise streichen einige Stromanbieter ihren Atom- und Kohlestrom grün an.

Die Undefiniertheit von Ökostrom ist auch darauf zurückzuführen, dass Ökostrom vom Gesetzgeber nicht klar definiert ist und es so auch keinen Rechtsschutz darauf gibt. Die Einführung eines einheitlichen Ökostromlabels, wie es von Gerd Billen der Dachorganisation der 16 Verbraucherzentralen gefordert wird, würde den Missbrauch von Zertifikaten für vermeintlichem Ökostrom stoppen, den Ausbau der alternativen Energien fördern und den Bezug von echtem Ökostrom steigern.

© 2012 StromAuskunft

Jan Schäfer, Redaktion StromAuskunft


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