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Verzicht Deutschlands auf Atomenergie erhöht Strompreise in den EU-Ländern

16.12.2011

Sankt Petersburg (ots) - "Das Stromversorgungssystem und die ganze Versorgungssicherheit Deutschlands sind von der Regierungsentscheidung, auf Kernenergie zu verzichten, nicht stark betroffen. Aber die Strompreise werden tendenziell steigen", vermutete Prof. Dr. Dominik Möst aus TU Dresden im Gespräch mit RBMC. Die erhöhten Preisen werden sich auf die deutsche Wirtschaft letztendlich auswirken. Wie weit diese Tendenz ökonomische Nachteile bringen wird, zeigt sich im nächsten Jahr, so der Experte. Er ist sicher, dass der Ausstieg Deutschlands aus Atomenergie auch zur Strompreissteigerung in den Nachbarländern führt. Dabei wird deutsche Wirtschaft nicht an Energiemangel leiden, weil nützliche Kapazitäten durch neuen Export-Import-Stromausgleich der Industrie zur Verfügung gestellt werden. "Deutschland muss jetzt weniger exportieren und mehr importieren", erläuterte Möst. Er betonte, dass die Stromlieferungen durch die Atomkraftwerke sichergestellt werden können. Das betrifft weniger die existierenden voll ausgelasteten Anlagen, aber mehr neu geplante AKWs. Drei neue Kernkraftwerke werden in nächsten Jahren in Osteuropa gebaut - zwei in Polen, ein KKW in Litauen, dazu auch noch ein Atomkraftwerk in Weißrussland und in Russland neben Kaliningrad. "Wenn sich die Länder tatsächlich dafür entscheiden, Kernkraftwerke neu zu bauen, dann würde es so, dass diese AKWs zum Teil ihre Produktion sicherlich nach Deutschland schicken", sagte Möst. Die Kapazitäten von einem aus zwei Reaktoren des russischen Atomkraftwerkes, das in 2018 in Betrieb genommen wird, sind nur für Export vorgesehen. Aber für Russland, betonte Möst, spielt die Entfernung eine große Rolle, weil es beim Stromtransport Stromverluste entstehen können. Die Hauptfrage liegt dabei an der Infrastruktur, die heute noch nicht existiert und zu teuer sein könnte, sagte der Analytik. Er ist der Meinung, dass Deutschland sein Versorgungssystem nicht komplett auf Stromimporten aufbauen darf, sondern nur einen kleinen Teil. "Das Land ist erstmals daran interessiert, seine Stromversorgungsprobleme selbst zu lösen, darum entwickelt der Staat jetzt aktiv die erneuerbaren Energien", folgerte Möst.

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