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Windkraft: Verstärkte Förderung in NRW

12.07.2011 | Energienachrichten

Windkraft wird in NRW fortan eine besondere Aufmerksamkeit erhalten. Die Landesregierung fördert seit gestern per Erlass den Ausbau der Windenergie. Auf diese Weise soll der Anteil der Windkraft bis 2020 von 3 auf 15 Prozent steigen. Umweltminister Johannes Remmel sprach dabei von einem Neuanfang für die Windenergie in Nordrhein Westfalen.

Um die gesteckten Ziele erreichen zu können, wurden im Rahmen des Erlasses zahlreiche Vorschriften und Verbote der ehemaligen CDU/FDP-Regierung aufgehoben, um neuen Ansätzen Platz zu machen. Der von einigen Seiten befürchtete Neubau von tausenden neuen Windrädern soll dabei aber nicht eintreten. Vielmehr soll es zu einem „Repowering“ kommen. Alte Windanlagen sollen durch neue, effizientere Anlagen am gleichen Standort ersetzt werden. Weiterhin wird es keine Höhenbegrenzungen mehr für Windräder geben, genauso wenig wie zuvor festgelegte Abstandsvorgaben. Das Repowering soll zentraler Bestandteil der Windenergiepolitik in NRW sein und so den Anteil der Windkraft an der erzeugten Strommenge deutlich erhöhen.

Als zusätzliches Ziel im Rahmen der Modernisierung der Windanlagen will die Landesregierung Treibhausgasemissionen in Nordrhein Westfalen bis 2020 im Vergleich zu 1990 um mindestens 25 Prozent herabsetzen. Bis zum  Jahr 2050 sollen dann mindestens 80 Prozent erreicht sein.

Lob für die neue Windenergiepolitik gab es vom Präsidenten des nordrhein-westfälischen Landkreistags, dem Steinfurter Landrat Thomas Kubendorff. Auf der Pressekonferenz mit Umweltminister Remmel sprach er sich für die Reform aus und betonte dabei, dass der Kreis Steinfurt bereits Vorreiter in Sachen Windkraft sei.

Kritik hingegen gab es seitens der FDP-Landtagsfraktion. Durch die Aufhebung vieler Verbote und Vorschriften sei der Schutz zahlreicher Anwohner vor Schattenwurf und Lärm durch die Windenergieanlagen nicht mehr ausreichend gegeben.

© 2011 StromAuskunft

Jan Schäfer, Redaktion StromAuskunft


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