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Biogas: EEG vernachlässigt ökologische Erzeugung

11.07.2011 | Energienachrichten

Der Verband ökologischer Erzeuger, Bioland, hat das aktuell im Bundesrat verabschiedete Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) kritisiert. Aus Sicht der Branche setze die Bundesregierung auf eine falsche Entwicklung bei der Biogaserzeugung. Jan Plagge, Präsident von Bioland: "Das EEG konterkariert eine nachhaltige und umweltverträgliche Weiterentwicklung der Biogas-Produktion in Deutschland."

Laut Bioland fördere die Regierung mit dem neuen Gesetz industrielle Großanlagen, die auf den Anbau von Mais setzen, in einseitiger Art und Weise. "Biobetriebe können unter diesen Bedingungen künftig eine Biogasanlage nicht mehr wirtschaftlich betreiben", so Jan Plagge. Ökologisch wirtschaftende Betriebe würden hinsichtlich der Biogasproduktion zunehmend den Anbau von umweltverträglichem Kleegras betreiben. Allerdings wird diese Kultur im neuen EEG auf die gleiche Vergütungsstufe gestellt wie der Maisanbau. Laut Bioland verschlechtere die Novellierung des EEG somit die Entwicklungschancen des ökologischen Landbaus.

Bioland fordert deutliche Nachbesserungen am EEG im Sinne einer Ökologisierung des Gesetzes. Ansonsten, so der Verband, würden die aktuellen Entscheidungen dem Ziel der Bundesregierung, in den nächsten Jahren 20 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche auf Biolandbau umzustellen, entgegenlaufen.

© 2011 GasAuskunft

Björn Katz, Redaktion GasAuskunft


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