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LichtBlick kritisiert Ökostrom-Vermarktung

27.06.2011 | Energienachrichten

Das reformierte Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), welches am kommenden Donnerstag im Bundestag verabschiedet werden soll, schließt künftig eine Direktvermarktung von in Deutschland erzeugtem Ökostrom an Haushalte aus. An dieser Regelung übt der Ökostrom-Anbieter LichtBlick scharfe Kritik. Dr. Christian Friege, Vorstandvorsitzender von LichtBlick: "Deutschland erzeugt immer mehr Ökostrom, doch die Verbraucher können ihn nicht nutzen. Die Akzeptanz der Ökostrom-Förderung ist in Gefahr."

Laut Bundesregierung soll der Ökostrom-Anteil bis zum Jahr 2020 auf mindestens 35 Prozent steigen. Bliebe es beim aktuellen EEG-Entwurf, müssten die Verbraucher allerdings auf den in Deutschland erzeugten Ökostrom verzichten und stattdessen mit grünen Energielieferungen aus dem Ausland versorgt werden. Der Grund: Im aktuellen EEG-Entwurf ist derzeit keine praktikable Möglichkeit vorgesehen, hiesigen Ökostrom zur direkten Kundenversorgung einzusetzen.

Dr. Christian Friege: "Ein Stromanbieter kann den Wind- oder Sonnenstrom zwar kaufen, darf ihn aber nicht als Ökostrom kennzeichnen. Er muss ihn als Graustrom verkaufen. Das versteht kein Kunde." Vielmehr müsse die grüne Stromqualität direkt vom Kraftwerksbetreiber auf den Stromanbieter übertragen werden. Auf diese Weise könnte der aus EEG-Anlagen gekaufte Strom laut der gesetzlich vorgeschriebenen Stromkennzeichnung auch als Ökostrom ausgewiesen werden.

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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