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Biogaseinspeisung zu niedrig

22.06.2011 | Energienachrichten

Laut dem aktuellen Biogas-Monitoringbericht der Bundesnetzagentur sind die Rahmenbedingungen für die Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz unzureichend. Reinhard Schultz, Geschäftsführer des Biogasrat e.V., zu den Erkenntnissen: "Um die Einspeiseziele der Bundesregierung zu erfüllen und 10 Prozent des Erdgases durch Biogas zu ersetzen, müssten bis zum Jahr 2020 jährlich etwa 120 Biogas-Einspeiseanlagen an das Erdgasnetz angeschlossen werden - bis heute sind es gerade erst 50 Anlagen. Die Politik muss jetzt die Konsequenzen aus den Ergebnissen des Monitoringberichts ziehen."

Das bisherige Scheitern einer konsequenten Förderung von Biogas erklärt Schultz wie folgt: "Das Problem liegt beim Abnehmermarkt. Es gibt wenig Anreize, Biomethan einzusetzen. Deswegen würde eine Zwangsbeimischung durch ein Biogaseinspeisegesetz auch nicht viel weiter helfen." Vielmehr müsse innerhalb des Erneuerbare Energien Gesetzes die Vergütung für größere und hocheffiziente Anlagen der Kraftwärmekopplung für die Biomethan-Verstromung finanziell attraktiv gestaltet werden. Diese Chance habe die Bundesregierung bislang jedoch nicht genutzt. "Im Gegenteil: so wie das Gesetz bislang gestrickt ist, soll der Einspeisemarkt stillgelegt werden", warnt Schultz.

Im Zuge des Biogas-Monitoringberichtes hat der Biogasrat den politischen Entscheidern in Bund und Ländern eine erneute Stellungnahme zum EEG mit konkreten Verbesserungsvorschlägen vorgelegt. Diese beziehen sich sowohl auf die Vor-Ort-Verstromung als auch auch auf die allgemeine Biogaseinspeisung für den deutschen Markt.

© 2011 GasAuskunft

Björn Katz, Redaktion GasAuskunft


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