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NABU-Präsident Tschimpke: Atomausstieg eine Herkulesaufgabe

21.06.2011 | Energienachrichten

NABU-Präsident Olaf Tschimpke bezeichnete jetzt den bevorstehenden Atomausstieg als „eine Herkulesaufgabe, wie es sie in Deutschland in den letzten Jahrzehnten industriepolitisch und gesellschaftspolitisch nicht gegeben hat". Daher hält er in diesem Kontext auch die Diskussion um den Zeitpunkt des Atomausstiegs für verfrüht. "Wir hatten in unseren Papieren 2017 stehen, aber am Ende kommt es nicht auf Monate an", so der Präsident des Naturschutzbundes Deutschland. Vielmehr sieht er darin eine entscheidende Bedeutung, dass alle Parteien zu dem getätigten Beschluss stehen. Nur auf diese Weise könnten schwierige und komplexe Fragen um Netzausbau, Naturschutz und Speicherkapazitäten geklärt werden. Der fest datierte Atomausstieg auf 2022 biete somit eine Investitionssicherheit, um alle bevorstehenden Aufgaben lösen zu können.

Tschimpke erklärte weiter, Deutschland werde zudem eine Vorreiterrolle einnehmen. Dies würde der Bundesrepublik jedoch besser zu Gesicht stehen, als wenn man hinterherlaufen würde. Damit betonte der NABU-Präsident noch einmal, dass man trotz des viel diskutierten Ausstiegsdatums ein Vorbild für viele Staaten sein wird und somit eine Diskussion über den letztendlichen Zeitpunkt des Ausstiegs aktuell überflüssig sei.

Um eine Versorgungssicherheit für die Bundesrepublik gewähren zu können, sieht Tschimpke in Gaskraftwerken die entscheidende Brückentechnologie. Im Gegensatz zu Kohlekraftwerken seien die CO²-Werte deutlich besser, was einen Atomausstieg ohne Vernachlässigung des Umwelt- und Klimaschutzes ermöglichen soll. 

© 2011 StromAuskunft

Jan Schäfer, Redaktion StromAuskunft


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