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Atomausstieg: "Natürlich geht es schneller"

08.06.2011 | Energienachrichten

Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, hat anlässlich der heutigen Anhörung des Bundestags-Umweltausschusses zum geplanten Atomausstieg deutliche Kritik am Bruch der ursprünglichen Vereinbarung von 2001 geübt. Baake, der vor zehn Jahren als Staatssekretär im Bundesumweltministerium den rot-grünen Atomausstieg mit ausgehandelt hatte, wirft vor allem den Stromkonzernen Wortbruch vor.

Auch der Regierungskoalition unterstellt der DUH-Geschäftsführer massive Widersprüche zwischen der heutigen Argumentation und ihren letztjährigen Behauptungen. Damals habe die Regierung die geplante Laufzeitverlängerung der deutschen Meiler um zwölf Jahre mit dem Hauptargument der Versorgungssicherheit begründet. Heute schalte man acht der 17 AKW von einem Tag auf den anderen ab und erkläre im Gesetzentwurf zum Atomausstieg: "Der Gesetzgeber geht davon aus, dass mit diesen Regelungen die Versorgungssicherheit jederzeit gewährleistet ist."

Genau wie der damals nicht nachvollziehbare Plan zur Laufzeitverlängerung, sei nun auch die Behauptung durch nichts belegt, Deutschland könne vor dem Ausstiegsdatum 2022 nicht auf die Kernenergie verzichten. Rainer Baake: "Natürlich geht es schneller." Das hätten diverse wissenschaftliche Institute in den vergangenen Wochen belegt. Deshalb schlage die DUH vor, das letzte AKW nicht 2022, sondern bereits 2017 vom Netz zu nehmen.

Angesichts der Atommülllagerung fordert der DUH-Geschäftsführer "eine bundesweite, ergebnisoffene Standortsuche auf der Grundlage von Kriterien, die vorher definiert, breit öffentlich diskutiert und dann vom Bundestag beschlossen werden."

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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