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Solarkürzungen trotz Energiewende

07.06.2011 | Energienachrichten

Der am gestrigen Montag vorgelegte Kabinettsentwurf zum Erneuerbare-Energien-Gesetz sieht erneut Einschnitte bei der Förderung von Solarenergie vor. Nach dem Konzept der Bundesregierung soll der derzeitige finanzielle Anreiz zum Eigenverbrauch selbst erzeugten Solarstroms deutlich reduziert werden. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) übt diesbezüglich deutliche Kritik. Ein wichtiger Impuls für die Nutzung von Solarenergie würde damit entfallen.

Ein möglichst hoher Anteil selbst genutzten Solarstroms spare nach Angaben des Branchenverbandes Kosten bei der Verbraucher-Umlage der Solarstromförderung, wirke netzstabilisierend und verringere nicht zuletzt den Bedarf zum kostenintensiven Ausbau der hiesigen Stromnetze. Laut BSW-Solar würden stattdessen Billigmacher der Solarstrom-Produktion, wie etwa der angesprochene Eigenverbrauchs-Anreiz, massiv beschnitten. Auch werde die Förderung der besonders preiswerten Freiflächen-Solaranlagen weiterhin vernachlässigt. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar: "Jede Kilowattstunde Solarstrom, die am Erzeugungsort verbraucht wird, verringert den Ausbaubedarf der Stromnetze. Es ist daher unverständlich, dass die Anreize zum Eigenverbrauch selbst erzeugten Solarstroms zusammengestrichen werden sollen."

Bei einem Eigenverbrauchsanteil von über 30 Prozent erhält selbst verbrauchter Solarstrom derzeit eine Zusatzvergütung. Diese soll ab dem kommenden Jahr für neu installierte Solaranlagen entfallen. Zusätzlich sollen große Solarstromerzeuger aus der Eigenverbrauchsregelung gestrichen werden. Nach Auffassung des BSW-Solar wäre es hingegen deutlich sinnvoller, größere Solaranlagen auf Gewerbe- und Industriedächern in den gesetzlichen Eigenverbrauchsanreiz einzubeziehen, da Gewerbebetriebe diesbezüglich häufig über große Potenziale verfügen.

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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