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Greenpeace: Atomausstieg bis 2022 inakzeptabel

30.05.2011 | Energienachrichten

Greenpeace hat auf den von der Bundesregierung verkündeten Atomausstieg bis zum Jahr 2022 bestürzt reagiert. Heute Nacht einigten sich die Koalitionsparteien nach langen Verhandlungen darauf, einen Großteil der Meiler bis 2021 vom Netz zu nehmen, drei Kernkraftwerke jedoch aktiv zu lassen, um über einen Sicherheitspuffer zu verfügen, falls die Förderung der erneuerbaren Energien nicht so schnell voran kommt, wie geplant. 

Eine Abkehr von der Atomkraft in 11 Jahren sei kein wie von der Kanzlerin angekündigter schnellstmöglicher Ausstieg und daher absolut inakzeptabel. Merkel habe daher anscheinend nichts aus der Katastrophe von Fukushima gelernt, ihr Wort gebrochen und setze Millionen von Menschenleben einer großen Gefahr aus.  Auch der eventuelle Einsatz eines parlamentarischen Beauftragten, der auf Grundlage eines Monitoring-Systems jährlich entscheiden soll, wann welche Kernkraftwerke abgeschaltet werden sollen, wurde von Greenpeace scharf kritisiert. Dadurch werde kein Anreiz geschaffen, einen vorzeitigen Ausstieg anzustreben. Konzerne und andere Interessengruppen könnten so die Energiewende hinauszögern, indem Netzausbau oder Kraftwerksinvestitionen und so auch die Abschalttermine aufgeschoben würden.

"Wir brauchen klare und verbindliche Abschaltdaten für jeden Reaktor. Nur so gibt es die für den Stromsektor dringend notwendige Investitionssicherheit und endlich eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung.", so Tobias Münchmeyer, Energieexperte bei Greenpeace.

Dass es auch anders geht, hatte Greenpeace zuvor vorgerechnet. Nach eigenem Konzept sei ein Ausstieg in vier Jahren möglich, ohne die Gefahr eines Blackouts zu riskieren. So sei dabei eine völlige Versorgungssicherheit gewährleistet.

© 2011 StromAuskunft

Jan Schäfer, Redaktion StromAuskunft


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