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Atomausstieg: Umweltorganisationen fordern klaren Kurs

25.05.2011 | Energienachrichten

Der Atomausstieg Deutschlands ist nach wie vor täglich Thema in Politik und Gesellschaft. Da sich die Bundesregierung nach wie vor nicht für einen vorzeitigen und klaren Ausstieg aus der Kernkraft entscheiden kann, haben jetzt verschiedene Umweltorganisationen wiederholt darauf hingewiesen, dass ein klarer Kurs für das Ende des Atomzeitalters notwendig ist. Der WWF, Greenpeace, der Naturschutzbund NABU, die Anti-Atom-Organisation und der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (NABU) forderten daher jetzt die Bundesregierung dazu auf, einen Atomausstieg vor 2022 durchzusetzen und als feststehendes Ziel zu betrachten. Es gäbe ausreichend Energie-Alternativen, die sicherer und umweltfreundlicher sind als die Kernkraft. Ferner ließen die Verbände wissen, dass sie eine weitere Verzögerung des Ausstiegs nicht hinnehmen werden.

BUND-Vorsitzender Hubert Weiger wies darauf hin, dass die Bundesregierung die Gefahren der Atomkraft erkennen und schnell beseitigen muss. Die Ergebnisse der Untersuchung der Meiler durch die Reaktorsicherheitskommission hätten gezeigt, dass alle Kernkraftwerke Sicherheitsprobleme aufweisen und daher umgehend vom Netz genommen werden müssen. Auch die Tatsache, dass derzeit nur noch vier der siebzehn Atomkraftwerke online sind, Deutschland aber keine Probleme mit der Stromversorgung hat, zeige klar und deutlich, dass eine Abkehr von der Kernkraft möglich und umsetzbar ist.

In diesem Kontext forderten die Verbände auch einen damit einhergehenden Klimaschutz. Der Atomausstieg und der Klimaschutz dürften in keinem Fall gegeneinander ausgespielt werden. Deutschland brauche ein Konzept, dass beide Elemente miteinander verbindet. Um also glaubwürdig die Energiewende einleiten zu können, dürften auch keine weiteren neuen Kohlekraftwerke gebaut werden, nur um der Angst vor einem Blackout vorzubeugen.

© 2011 StromAuskunft

Jan Schäfer, Redaktion StromAuskunft


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