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Atomkraftwerke: Greenpeace veröffentlicht Sicherheits-Ranking

23.05.2011 | Energienachrichten

Die Atomkraftwerke in Deutschland galten auch vor dem Bericht der Reaktorsicherheitskommission, der die offensichtlichen Mängel vieler Meiler noch einmal vor Augen führte, als nicht sicher. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace veröffentlichte jetzt ein eigenes Ranking, das die Sicherheitsmängel der Reaktoren bewertet. Dabei fungierte der Bericht der Kommission als Grundlage, Greenpeace entwickelte für eine genaue Einstufung der Kernkraftwerke jedoch ein eigenes Punktesystem, das die unsichersten Meiler vor Augen führen soll.

Als Ergebnis zeigt sich, dass das AKW Isar 1 der Reaktor mit den größten Sicherheitsmängeln ist. Auf den weiteren Plätzen folgen die derzeit abgeschalteten ältesten Atomkraftwerke, die in Deutschland stehen. Am besten schneidet das AKW Emsland ab, das gut 50 Prozent der erreichbaren Punkte auf der von Greenpeace erstellten Punkteskala zugewiesen bekommen hat.

In diesem Kontext kritisiert die Umweltorganisation auch die Qualität des Sicherheitsberichts. Dabei sollen sowohl inhaltliche als auch methodische und formale Mängel auszumachen sein. Die besonders gefährlichen AKWs seien dennoch unschwer zu erkennen, so dass die Erstellung eines  Rankings möglich war. Die Ergebnisse sollen heute der Bundesregierung und der Ethik-Kommission überreicht werden.

"Ein Sicherheits-Ranking ihrer Reaktoren hat die Atomindustrie bisher gescheut wie der Teufel das Weihwasser. In dem Bericht der RSK sind aber die besonders gefährlichen Meiler klar auszumachen", so Heinz Smital von Greenpeace. Eine Stilllegung der sieben ältesten Atomkraftwerke sei daher unumgänglich. Ein endgültiger Atomausstieg soll dann bis 2015 vollzogen werden.

© 2011 StromAuskunft

Jan Schäfer, Redaktion StromAuskunft


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