Donnerstag, 09. April 2020

Strompreise 2020 - Strom wird teuerer. Jetzt vergleichen!

Empfehlungen

TÜV geprüftes Vergleichsportal
und Wechselservice

» » » Deutsche Atomkraftwerke nicht versicherbar

Deutsche Atomkraftwerke nicht versicherbar

11.05.2011 | Energienachrichten

Die deutschen Atomkraftwerke sind deutlich unterversichert - zu diesem Ergebnis kommt die Versicherungsforen Leipzig GmbH, die im Auftrag des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) Versicherungsprämien für Kernkraftwerke nach wissenschaftlichen Maßstäben berechnet hat. Müssten die Betreiber ihre Anlagen adäquat gegen etwaige Katastrophenfälle absichern, würde der Preis für eine Kilowattstunde Atomstrom laut Studie auf bis zu 2,36 Euro steigen. Dies entspräche dem Zehnfachen des durchschnittlichen Haushaltsstrompreises. Fazit der Berechnung: Die Risiken, die aus dem Betrieb der Reaktoren resultieren, sind in der Praxis nicht versicherbar.

Björn Klusmann, Geschäftsführer des BEE, zur Studie: "Das Ergebnis zeigt exemplarisch, wie selektiv die Debatte um die Kosten unserer Energieversorgung geführt wird. Die wahren Kosten der Atomkraft werden ausgeblendet und im Falle eines schweren Unfalls auf die Allgemeinheit abgewälzt. Die Erneuerbaren Energien haben dagegen ehrliche Preise. Sie werden transparent ermittelt und sind dauerhaft bezahlbar. Das muss man berücksichtigen, wenn man über die finanzielle Seite der Energiewende diskutiert."

Nach Auffassung des BEE müssten solche verdeckten und von der Gesellschaft zu tragenden Kosten in die Preisbildung des Atomstroms einfließen. Nur so könnten die Kosten und Nutzen der Energiewende tatsächlich beurteilt werden. Björn Klusmann: "Als wir die Studie im Dezember vergangenen Jahres bei den Versicherungsforen in Auftrag gegeben haben, hätte niemand für möglich gehalten, dass die berechneten Szenarien mit den Ereignissen in Fukushima so schnell brutale Wirklichkeit werden. Diese Erkenntnis ist ein triftiges Argument mehr, jetzt zügig den Ausstieg aus der Atomkraft zu vollziehen."

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


Ähnliche Energienachrichten