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Kostenexplosion bei Kernfusions-Reaktor ITER

09.05.2011 | Energienachrichten

Wie die Wochenendausgabe der taz berichtet, wird der Internationale Thermonukleare Experimentelle Reaktor, kurz ITER, in den kommenden zwei Jahren insgesamt 1,3 Milliarden Euro mehr als ursprünglich geplant verschlingen. Laut Entwürfen der EU-Kommission soll dieses Finanzloch durch bislang nicht genutzte Mittel für die Landwirtschaft und andere Forschungsmittel gestopft werden sollen.

Der im südfranzösischen Cadarache entstehende ITER ist eines der größten Forschungsprojekte weltweit und wird mit einem Investitionsvolumen von rund 16 Milliarden Euro entwickelt. Ursprünglich war eine Summe von nur fünf Milliarden angesetzt. Das Prinzip: Ähnlich einer Wasserstoffbombe sollen die Isotope Tritium und Deuterium verschmelzen und dadurch Energie freisetzen. Kritisiert wird nun vor allem, dass die Kostensteigerung des Projektes wichtigen Investitionen in erneuerbare Energien im Weg stehen könnte.

Der technische Direktor des ITER, Remmelt Haange, sprach in diesem Zusammenhang von einer "heiklen Lage". Er verteidigte allerdings die Kernfusion als Energiequelle der Zukunft: "Fusion ist naturgegeben, es gibt sie Milliarden Mal - auf der Sonne, auf jedem Stern." Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, äußerte gegenüber der taz, die Kernfusion sei "eine langfristige Option für die Energieversorgung", mit der vor 2050 nicht zu rechnen sei.

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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