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Atomausstieg mit Gas

29.04.2011 | Energienachrichten

Marc Hall, Geschäftsführer der Bayerngas GmbH, betont die entscheidende Rolle von Gaskraftwerken bei einem beschleunigten Atomausstieg in Deutschland und bemängelt gleichzeitig die derzeitige Panikmache hinsichtlich einer nötigen Energiewende. "Sollten die jetzt aufgrund des Moratoriums abgeschalteten Kernkraftwerke dauerhaft vom Stromnetz bleiben, werden die Lichter selbst in Süddeutschland nicht ausgehen. Durch eine höhere Auslastung allein der bestehenden Gaskraftwerke kann kurzfristig die Stromerzeugung von fünf Kernkraftwerken mit je 1.000 Megawatt in Deutschland kompensiert werden. Besorgniserregend ist, dass es bei der gegenwärtigen Debatte wieder in die falsche Richtung geht. Gas wird erneut aus dem falschen Blickwinkel betrachtet", so Hall.

Der Bayerngas-Geschäftsführer weiter: "Statt über norwegische Stromspeicher und neue Leitungstrassen zu sprechen, sollten die Potenziale von Gaspipelines und Untertagespeichern in der Diskussion berücksichtigt werden. Gas kann Strom in Deutschland speichern. Es ist sowohl Partner der Erneuerbaren als auch Systempartner, um die volatile Erzeugung von Ökostrom zu managen. Der heißdiskutierte Netzausbau ließe sich entschärfen, nähere sich die Politik mit einer gesamtenergetischen Betrachtung von der richtigen Seite." Die Gaswirtschaft habe Wege aufgezeigt, wie beispielsweise Methan per Elektrolyse aus Wind gewonnen werden kann. Auf diese Weise könne der Energieträger Gas nahezu CO2-neutral und damit eine wichtige Stütze für die Erneuerbaren sein.

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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