Donnerstag, 09. April 2020

Strompreise 2020 - Strom wird teuerer. Jetzt vergleichen!

Empfehlungen

TÜV geprüftes Vergleichsportal
und Wechselservice

» » » Atomausstieg: Bis 2015 möglich

Atomausstieg: Bis 2015 möglich

27.04.2011 | Energienachrichten

Der Atomausstieg ist bis zum Jahr 2015 möglich. Das fand jetzt eine Studie der Universität Flensburg heraus. Dabei hält das Gutachten mit dem Titel „Atomaussteig bis 2015 und regionale Versorgungssicherheit“ die Abkehr von der Kernkraft technisch, volkswirtschaftlich und auch verfassungsrechtlich bis zu dem vorgegebenen Jahr möglich. Insbesondere die derzeit befürchtete Versorgungsknappheit oder gar ein bevorstehender Blackout werden in der Studie widerlegt. Die Analyse der regionalen Verteilung der abzuschaltenden Meiler und der zu erwartenden höchsten Stromnachfrage des Jahres wies auf, dass es selbst in Süddeutschland, wo hauptsächlich ein Blackout befürchtet wird, nicht zu Engpässen oder gar Netzzusammenbrüchen kommen wird.

Auch der geplante und hohe Kosten mit sich bringende Netzausbau in der Bundesrepublik ist laut der Studie für den Atomausstieg nicht notwendig. Dass ein Ausbau der Stromnetze dennoch Sinn macht und in jedem Fall durchgeführt werden muss, steht jedoch außer Frage, um den Übergang in das regenerative Zeitalter bis 2030 gewährleisten zu können. Der Netzausbau sei allein für den Atomausstieg jedoch irrelevant.

Für das Aufrechterhalten des deutschen Stromnetzes sei es nur nötig, bereits schon genehmigte und im Bau befindliche Kohle- und Gaskraftwerke fertig zu stellen und in Betrieb zu nehmen. Dies würde zwar zu einer vorübergehenden Erhöhung des CO²-Ausstoßes führen, durch die starke Förderung der erneuerbaren Energien aber schnell zu einem raschen und drastischen Herabsinken der CO²-Werte kommen.  

Ein Anstieg der Strompreise, wie viele Verbraucher ihn befürchtet haben, ist ebenso nicht auszumachen. Ein Atomausstieg bis zum Jahr 2015 würde also weder die Strompreise explodieren lassen, noch die Klimaziele Deutschlands gefährden oder zu einer Versorgungsknappheit führen.

© 2011 StromAuskunft

Jan Schäfer, Redaktion StromAuskunft

 

 


Ähnliche Energienachrichten