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Atomstrom-Importe nicht gestiegen

14.04.2011 | Energienachrichten

Laut einer vom WWF vorgelegten Studie hat die derzeitige Abschaltung von neun deutschen Kernkraftwerken nicht dazu geführt, dass AKW in Nachbarländern vermehrt für Atomstrom-Importe genutzt werden. Regine Günther, Leiterin des Bereichs Energiepolitik und Klimaschutz beim WWF Deutschland: "Die Befürchtung, ein Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland verlagere das nukleare Risiko, weil die nukleare Energieerzeugung in den Nachbarländern ausgebaut würde, lässt sich mit den aktuellen Entwicklungen auf den Strommärkten nicht belegen."

Die WWF-Analyse zeigt, dass seit dem Herunterfahren der neun betreffenden Meiler Mitte März etwa 4.000 Megawatt weniger exportiert und dafür rund 2.000 Megawatt aus Tschechien und Frankreich importiert wurden. Aus den vorliegenden Produktionsdaten sowie den beobachteten Preiseffekten auf dem CO2-Markt könne man allerdings schließen, dass die zusätzlichen Strommengen aus fossilen Kraftwerken und nicht etwa aus Atomkraftwerken stammen. Zudem werde durch die Deckelung der Emissionen aus fossilen Kraftwerken durch den europäischen Emissionshandel keine zusätzliche Belastung für das Klima entstehen.

"Die Hürden für eine beschleunigte Energiewende in Deutschland sind längst nicht so hoch, wie die großen Energieunternehmen immer wieder behaupten", so Regine Günther. Die These, der Atomausstieg in Deutschland führe zu vermehrten Importen aus dem Ausland, sei nicht haltbar. Vielmehr sei nach Ansicht des WWF das vollständige Abschalten aller deutschen Meiler bis 2017 ohne Abstriche beim Klimaschutz oder bei der Versorgungssicherheit möglich. Auch die zu erwartenden Preiseffekte seien in diesem Szenario überschaubar.

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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