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RWE-Chef erhält Anti-Umweltpreis

11.04.2011 | Energienachrichten

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat den Anti-Umweltpreis "Dinosaurier des Jahres 2010" an den Vorstandsvorsitzenden des RWE-Konzerns, Dr. Jürgen Großmann, verliehen. "Mit Ihnen, Herr Großmann, zeichnet der NABU einen wahren Dinosaurier der Energiepolitik aus, der aggressiv die offensichtlich nicht beherrschbare Atomkraft verteidigt, statt konstruktiv an einer ökologischen Energiewende mitzuwirken," so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Die Umweltorganisation wirft RWE vor, mit der Klage gegen die Stilllegung alter AKW und einem intensiven Lobbying für die Laufzeitverlängerung, den längst bestehenden gesellschaftlichen Konsens zum Ausstieg aus der Atomkraft torpediert zu haben. Zudem, so der NABU, produziere RWE bis heute lediglich fünf Prozent seiner Stromlieferungen aus erneuerbaren Energien. In einem anschließenden Streitgespräch begrüßte der Naturschutzbund die grundsätzlich signalisierte Bereitschaft, dass nun auch RWE an der Energiewende mitwirken wolle.

Streitpunkt in der Diskussion war vor allem die RWE-Klage gegen das Moratorium der Bundesregierung. NABU-Präsident Tschimpke: "Tatsächlich haben die deutschen Steuerzahler die Atomkraft schon mit mehr als 200 Milliarden Euro subventioniert und jetzt klagt RWE gegen das Moratorium der Bundesregierung, damit wir Ihnen auch noch das Abschalten bezahlen sollen." Dazu RWE-Chef Großmann: "Wir klagen nicht gegen das Moratorium. Wir begrüßen die von der Politik eingeleiteten Sicherheitsüberprüfungen der Kernkraftwerke. Wir wollen jedoch gerichtlich klären, ob die rechtliche Grundlage für die Abschaltung der Kraftwerke in Biblis gegeben war. Das tun wir auch im Interesse unserer Aktionäre."

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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