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Stromnetz bereit für Energiewende

01.04.2011

Nach Angaben des Weltmarktführers für Stromkabel, Nexans, ist die deutsche Kabelindustrie bereit für den Ausbau des Stromnetzes, den eine schnelle Energiewende notwendig macht. Angesichts der aktuellen Atomausstiegs-Debatte weist der Vorsitzende der Geschäftsführung von Nexans Deutschland, Dr. Francis Krähenbühl, auf die besondere Rolle der deutschen Elektro- und Kabelindustrie hin: "Die Herausforderungen sind riesig: Mehrere tausend Kilometer neue Leitungstrassen müssen bis Ende des Jahrzehnts gebaut sein, noch mehr regenerative Energiequellen noch schneller als bisher schon geplant ins Netz integriert, dezentrale und intelligente Strukturen schnell geschaffen werden." Die hiesige Kabelindustrie sei diesen Herausforderungen jedoch gewachsen.

Krähenbühl weiter: "Wir verfügen über die nötigen Ressourcen, Kapazitäten und vor allem innovativen Technologien, um den nötigen massiven Um- und Ausbau des deutschen Stromnetzes zu realisieren - und damit einen Atom-Ausstieg bis 2020, so wie von der Politik geplant, von der technischen Seite zu ermöglichen." Positiv sieht Krähenbühl die aktuellen politischen Weichenstellungen für einen forcierten Netzausbau, denn ohne massive Investitionen bestehe die ernsthafte Gefahr von Engpässen im Stromnetz. Der Nexans-Geschäftsführer fordert allerdings weitere Modernisierungen: "Wir brauchen dringlich Smarter Grids und neue Speicher, um die dezentralen regenerativen Energien mit einzubinden. Passende technische Lösungen für intelligente Netze hat die Elektro- und Kabelindustrie längst entwickelt."

Das deutsche Stromnetz mit seinen mehr als 1,5 Millionen Kilometern Länge sei in der Vergangenheit deutlich vernachlässigt worden, so dass nun ein hoher Investitionsaufwand notwendig werde. Zudem erwartet Nexans auch einen größeren Bedarf an neuen Höchstspannungsleitungen, als derzeit diskutiert wird. Die Voraussetzungen hätten sich schlicht geändert. So werde beispielsweise mehr und mehr Ökostrom aus geplanten Offshore-Anlagen von Nord nach Süd transportiert werden müssen. "Die 3.600 km zusätzlich benötigten Netzkapazitäten bis 2020, die von der Deutschen Energie-Agentur prognostiziert wurden, könnten zu wenig sein", glaubt Krähenbühl.

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft

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