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Stadtwerke nutzen Atomausstieg

01.04.2011 | Energienachrichten

Die rund 800 Stadtwerke in Deutschland investieren bereits seit Jahren in den nun herbeigesehnten Atomausstieg. Laut Marktexperten treibt das dreimonatige Moratorium der Bundesregierung zur AKW-Laufzeitverlängerung diese Entwicklung weiter voran. Kommunale Energieversorger in ganz Deutschland nutzen die derzeitige Neubewertung der Atomkraft, um erneuerbare Formen der Energieerzeugung weiter zu stärken.

Viele Stadtwerke planen in den nächsten Jahren Milliardeninvestitionen in zukunftsweisende Erzeugungstechnologien zu tätigen. Laut dem Branchenverband VKU reichen allein die Kraftwerkskapazitäten, die sich aktuell bei kommunalen Unternehmen im Bau oder Genehmigungsverfahren befinden, aus, um die Leistung der alten Kernkraftwerke in Deutschland kurz- bis mittelfristig zu ersetzen. Zudem planen die Stadtwerke nach eigenen Angaben, in den nächsten Jahren weitere Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 3.300 MW zu errichten.

Darüber hinaus erwägen zahlreiche Kommunen, ihre Stadtwerke zurückzukaufen und zu größeren Verbänden zusammenzuschließen. Im letzten Jahr hatte beispielsweise ein Stadtwerke-Konsortium den bundesweit fünftgrößten Energieversorger Steag übernommen. Bereits 2009 kaufte eine Gruppe von Regionalversorgern die E.ON-Tochter Thüga. Dies sind deutliche Anzeichen für eine Rückbesinnung der Energiewirtschaft auf kommunale Strukturen.

© 2011 StromAuskunft

Björn Katz, Redaktion StromAuskunft


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