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Biogas contra Landwirtschaft

23.02.2011 | Energienachrichten

Der Geschäftsführer des Biogasrat e.V., Reinhard Schultz hat eine aktuelle Studie des WWF zu negativen Auswirkungen der Biogasproduktion auf die deutsche Landwirtschaft kritisiert: "Die Studie des WWF bleibt völlig unter dem Niveau, das wir sonst von dieser Umweltorganisation gewohnt sind. Schließlich ist der WWF die Organisation, die in verschiedenen Reports den Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energien für möglich hält." Die Parteinahme für eine traditionelle und zugleich kleinteilige Landwirtschaft blende aus, dass es seit jeher Wettbewerb und Strukturwandel im Agrarsektor gegeben habe.

In einigen Landkreisen Deutschlands werden bis zu 70 Prozent der Anbauflächen für die Futtermittelproduktion genutzt. "Dass sich in diesen Regionen Tierveredeler und Fleischwirtschaft in ihrem Wachstum durch Biogasanlagen gestört fühlen, ist aus Sicht dieser Unternehmen verständlich, lenkt aber davon ab, dass sie selbst die eigentlichen und einzigen Verursacher des Drucks auf Flächen und Pachtpreise sind", so Schultz. "Dass Umweltorganisationen wie der WWF jetzt Massentierhalter vor Biogas in Schutz nehmen, ist schon merkwürdig. Biogas leistet einen hohen Beitrag zur CO2-Reduzierung und Versorgungssicherheit. In Veredelungsregionen hilft die Vergärung von Gülle darüber hinaus, den Boden und das Grundwasser durch ein kluges Nährstoffmanagement zu entlasten. Wer die Ziele der EU und der Bundesregierung zum Ausbau erneuerbarer Energien und zum Klimaschutz ernst nimmt, muss den Anstieg der Biogasproduktion fördern und darf ihn nicht verhindern."

Ziel der Biogasbranche sei es, möglichst flächenschonend und kosteneffizient Biogas für die Erzeugung von Strom und Wärme sowie für die Kraftstoffversorgung zur Verfügung zu stellen. Dabei spiele die Landwirtschaft eine zentrale Rolle. Doch auch hier müsse Wettbewerb und technischer Fortschritt die Triebfeder sein.

© 2011 GasAuskunft

Björn Katz, Redaktion GasAuskunft


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